Untersuchungen iiber das Narcotin ; von Demselben. S e c h s t e A b h a n d 1 u n g. Die Untersuchung des Cotarnins und Narcotins hat durch die bisher veroffentlichten Arbeiten zu einer Aufklarung von deren Constitution gefuhrt, indessen bedarf noch manche der mitgetheilten Beobachtungen der Vervol
Untersuchungen über das Narcotin
✍ Scribed by Roser, W.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1888
- Weight
- 594 KB
- Volume
- 245
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
In dem vorliegenden ersten Theil einer Untersuchung des Narcotins theile ich die Beobachtungen mit , welche sich auf das Verhalten des Narcotins i n alkoholischer Lasung gegen Jod und die unter diesen Verhaltnissen entstehenden Korper beziehen. Jene Beobachtungen fuhrten zu einer anderen Versuchsreihe und liefsen mich einen einfachen W e g finden, das Narcotin in Narcek *) iiberzufuhren ; in Kurzem sol1 daruber in einer zweiten Abhandlung berichtet werden und weiterhin gedenke ich den Abbau jener neugewonnenen Verbindungen durch Oxydation und Spaltung in Angriff zu nehmen. Die zahlreichen bekannten Derivate des Narcotins stehen entweder noch in allernachster Beziehung zu jener Base, wie die methylarmeren Derivate, oder sie sind Abkommlinge des Cotarnins ; das Narcotin spaltet sich unter Wasseraufnahme bei verschiedenen Bedingungen in Hydrocotarnin und Opiansaure, welche eventuell weiterer Umwandlung unterliegen. Das Cotarnin bildete den Ausgangspunkt fur die umfassende Untersuchung von v. G e r i c h t e n deren wichtigstes Resultat vorlaufig die erkannten Beziehungen zum Pyridin ") Die Darstellungsmethode des NarceYns ist schon im October letzten Jahres Gegenstand einer Patentanmeldung geworden. **) Diese Annalen 210, 79; 212, 165. *) Diem Annalen a54, 116. **) Journ. f. prakt. Chem. [Z] 2, 433. *) Diese Annalen 212; 199. **) Daselbst 210, 7 9 ; 234, 116. 0,1105 g lieferten 0,0190 Pt. 0,1558 g (aus Salssaure krystallisirt) gaben 0,0266 Pt. 0,2571 g lieferten 0,2488 C09 und 0,0507 H,O. 0,1866 g gaben bei 120° 0,0100 H,O. 0,2059 g gaben 0,2885 CO, und 0,0565 H,O.
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nenne. \*) Diem Annalen as?, 167. ") Diese Annalen 60, 39. \*\*\*) Diese Annalen 8 6 , 189. \*\*) Chem. SOC. Jouru. f. 1875, 573. 0,1076 g gaben 0,0416 H,O und 0,1436 COZY') \_\_\_ \*) Wefshalb die Analysen des Jodids, Chlorids und Chorplatinats zu vie1 Kohlenstoff ergaben, vermag ich nicht anzugebe
v. G e r i c h t e n , diese Annalen 210, 80. \*\*) W. R o s e r , daselbst 234, 116. \*) Diem Annalen 212, 196. \*\*) Ber. d. deutsch. chem. Ges. 20, 2431. \*\*\*) Daselbst S O , 2404.
Mittheilungen aus dem chemischen Institut zu Marburg. Untersuchungen iiber das Narcotin j von W. Roser. F ii n f t e A b h a n d 1 u n g. In dem letztveroffentlichten Theil dieser Untersuchungen \*) habe ich fur das Cotarnin die folgende Constitutionsformel aufgestellt : CHO CH,-CH,-NH(CH,) ' C\*~6
In der ersten Mittheilung \*), welche das Narcotin betrifft, aufserte ich die Vermuthung : diejenige Atomgruppe, welche an der eigenthumlichen Zersetzung des Tarconinmethylhydroxyds in Methyltarconinsaure und Formaldehyd entsprechend der Gleichung : zunachst sich betheiligt oder sie bedingt, ist sch