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Umsetzung von disubstituierten Cyanamiden mit Phosgen und Oxalylchlorid

✍ Scribed by Dr. K. Bredereck; Dipl.-Chem. R. Richter


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1964
Tongue
English
Weight
220 KB
Volume
76
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


triumazid (98-99 % rein) rnit elementarem Fluor in einem Drehrohrreaktor aus Nickel umgesetzt. Das als Zwischenprodukt auftretende N3F wird nicht isoliert, sondern in einer Nickelspirale durch Erhitzen auf 70-75 "C zersetzt, wobei gema8 2N3F+ZNz+ 2 . s F 2 .I?F -+ NzF2 die Reaktion ohne Explosion iiber das Biradikal *NF zu N2F2 verlauft. Bei der thermischen Zersetzung des N3F darf Fluor nicht im UberschuD vorhanden sein, da sonst N2F2 zu NF3 fluoriert wird. Dies wird durch einen grol3en Uberschul? von Natriumazid im Drehrohrreaktor verhindert. Zumischung von etwas Wasserdampf oder besser Fluorwasserstoff zum Fluorstrom erhoht die Ausbeute an NzF2. Das rnit etwas Nz0 verunrejnigte [6] Produkt zeigt im TR-Spektrum die charakteristische Bande von trans-NzF2 bei 995 cm-1; nach der Destillation im Hochvakuum wurde die Molmasse zu 66,5 bestimmt (berechnet fur NzF2: 66,O). Wird die Nickelspirale auf etwa 85 "C erhitzt, so tritt neben trans-auch cis-NzFz [7] auf 181. Mit Wasser schwach angefeuchtetes Natriumazid reagiert im Drehrohrreaktor bei Raumtemperatur rnit Chlor zu Chlorazid, das in der Nickelschlange durch Erhitzen auf 110 "C vollstindig zersetzt wird. Mischt man dem Chlorstrom Fluor zu (Clz: Fz = 1 : 1) und bringt die Nickelschlange auf 120 "C, dann entsteht ein gasformiges Produkt, das in einer mit fliissiger Luft gekiihlten Falle zu einer festen Substanz kondensiert, deren Farbe wesentlich intensiver gelb als die von Chlorazid ist. Eine Reinigung war nicht moglich, da bei der Kondensation und Destillation im Hnchvakuum heftige Explosionen auftraten. Das 1R-Spektrum des gasformigen Produktes zeigte neben den Banden von cis-und trans-NzFz sowie von N20 Banden bei 1540,1060 und 670 cm-1, die sich den VN-F-, VN=N-und vN.cl-Frequenzen zuordnen lassen. Demnach liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit die neue Verbindung Chlorfluordiazin F-N=N-C1 vor.


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