Uferflucht des Planktons und ihr Einfluß auf die Ernährung von Salmonidenbrut
✍ Scribed by Dr. F. Ruttner
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1914
- Tongue
- English
- Weight
- 376 KB
- Volume
- 6
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-2944
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✦ Synopsis
Belranntlich zeigen die Plankton-Crustaceen insbesondere vieler Alpenseen die merkwurdige Eigentumlichkeit, die Uferregion zu meiden. Die Tiefe, uber welcher sich in zahlreichen Gewassern schon eine Abnahme des Crustaceenplanktons bemerkbar inacht, ist eine uberraschend groDe; so Bonnen wir im Lunzer Untersee die Isobathe von etwa 15 m als die auSere Grenze der limnetischen Region betrachten, von da ab gegen das Ufer hin verringert sich die Anzahl der Crustaceen zusehends, und manche ilrten verschwinden bald vollstandig. Aber nicht nur die Menge der planlct o n i s c h e n Kruster, die man in dieser Region erbeutet, ist eine geringe, es fehlen auch mehr oder weniger die l i t o r a l e n Formen, wofern man sich beim Fischen oder Pumpen vom Bodengrund und der Vegetation etwas fern halt. Die Uferformen, soweit sie das Litoral des Lunzer Sees bevdkern, sind eben meist an das Substrat gebunden und schwarmen nicht weit in das sie umgebende Wasser aus.
Wir haben ,also zwischen der von Planktonkrustern bevolkerten limnetischen Region einerseits und dem Schlammgrund sowie den Pflanzenformationen ider Uferbanke und der Seehalde mit ihrer reichen tierischen Bewohnerschaft andererseits einen Gurtel eingeschaltet, den man im fischereilichen Sinne als sehr nahrungsarm bezeichnen mu0.
Es lag nun der ,Gedanke nahe, diese Verhaltnisse durch Aussetzen von Fischbrut in die soeben unterschiedenen Regionen pralrtisch zu prufen. Derartige Experimente wurden in Lunz in den Jahren 1912 und 1913 in 'Angriff genommen, und, obwohl sie mehr den Cha-Intern. Rev. Bid. Suppl. z.VI. Bd.
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