Ueber Sulfide des β-Naphtols
✍ Scribed by Onufrowicz, Stanislas
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1890
- Weight
- 895 KB
- Volume
- 23
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
In der Gesellschafts-Sitzung vom 10. Marz 1890 ist eine aus den Herrn F. B e i l s t e i n , A. v o n B a e y e r und E. Nijltirig bestehende Commjssion init dem Auftrage erwiihlt worden, Vorschlage fur Regelung der chemischen Nomenclatur zu machen. Der Schriftfuhrer berichtet iiber den derzeitigen Stand dieser Angelegenheit und wird alsdann von dsm Vorstande beauftragt, der genannten Commission mitzutheilen, dass dieselbe in jeder Beziehung auf Unterstiitzung ihrer Bestrebungen durch den Vorstand rechnen kiinne.
4. Es wird eine aus den Herren
A. W. v o n H o f r n a n n , E. J a k o b s e n , C. A. M a r t i u s , H. W i c h e l h a u s und 0. N. W i t t bestehende Commission ernrtnnt, welche eine der *London Chemical Society< RUS Anlass der Feier ihres funfzigjlhrigen Bestehens zu iiberreichende Adresse verfassen 9011. Der Vorsitzende : Der Schriftfiihrer: A. W. v o n H o f m a n n . F e r d . T i e m a n n .
Mittheilungen. 665. Stanislas Onufrowicz: Ueber Sulflde des fl-Naphtols. (Eingegangen am 7. November.) Vor einiger Zeit habe ich mitgetheilt, dass bei der Einwirkung VOII Schwefel in Gegenwart von Bleioxyd auf das 8-Naphtol nicht ein Naphtoldisulfid entsteht, wie nach Mittheilungen von L a n g anzunehmen ware, sondern ein Monosulfid I). Diese Monoverbindung ist identisch mit T a s s i n a r i ' s Sulfid aus p-Naphtol und zweifach Chlorschwefel. Bus dem fl-Naphtolmonosulfid und Kupfer beim Erhitzen erhielt ich in guter Ausbeute /3-Dinaphtol -und sind ferner der Essigsaureund BenzoEsaureester der Thioverbindung dargestellt worden. Ich gedenke nun einiger anderer Derivate sowie Metamorphosen des /?-Naphtolmonosulfids und im Anschluss daran zunachst der Einwirkung des einfach Chlor-und einfach Bromschwefels auf das B-Naph tol. Das 8-Naphtolmonosulfid bildet mit Metallen zum Theil nicht iibel charakterisirte, krystallinische Verbindungen. 1) Diese Berichte XXI, 3559. 214 * N a t r i u m d e r i v a t , S(CloH6ONa)a + 6 HaO.
Die heisse coneentrirte Losung des Naphtolmonosulfids in der berechneten Menge Natronlauge scheidet farblose, central gruppirte, ganz dicke Nadeln aus, welche mit etwas Wasser, dann mit stark atherhaltigem Alkohol gewaschen wurden. Diese Substanz loste sich: in Wasser und Alkohol in der Kiilte ausgiehig, beim Erwarmen sehr leicht, in Aether nicht, in concentrirter nameiitlich kalter Natronlauge nur wenig. Sie krystallisirt besonders leicht und schiin aus beisser alkaliscber Losuug. Exsiccatortrockenes Praparat entliess bei 100° Krystallwasser Ber. fur obige Forme1 Gefunden Wasser 22.98 22.66 23.29 pCt. Wasserfreie Verbindung: Berechnet Gefunden Natriurn 12.71 12.30 12.35 pCt. Das 6-Naphtolmonosulfid-Natrium reagirt stark alkalisch. Durch vie1 fiberschussiges , nnmentlich heisses Wasser wird es offenbar verandert.
In Baryum-und Calciumsalzlosungen erzeugt die Natriumverbindung weisse , amorph ausseheiide Niederschlage, welche aber mehr oder weniger rasch dichter, gelblich und deutlich krystallinisch werden. Die Verbiodungen des p-Sulfids auch mit schweren Metallen sind durch Flllung leicht zu erhalten. Sie scheinen durchweg unliislich oder sehr wenig lijslich zu sein. D i a t h y l i i t h e r , S(C1"Hg. OCzH5)z. Dargestellt durch Erhitzen von B-Naphtolznonosulfid und Aetzkali in alkoholischer Liisung mit Jodatbyl (1 : 2 : 2 Moleciile). Nach kurzer Zeit bildete sich weisse, krystallinische, aufschwimmende Substanz und nnch ungeflhr einer Stunde schien die Ausscheidung -nunniehr eine fi5rmliche Decke hildendvollendet zu sein. Doch rnuss man ein p a r Stunden Langer erhitzen. Muthmaasslich ist zunichst auch monomethylirte Verbindung vorbanden ( Verbrennungsergebnisse rederi dafur und der relativ niedriggelegene, sehr unregelmassige Schnielzpunkt), welche sich nur langsam hoher methylirt. Die weisse, nach einander mit Blkohol, Natronlauge, Wasser U. S. W. gewaschene Aethylverbindung wurde durch einmalige Krystnllisation aus kochendem Benzol in sehr guter Ausbeute viillig rein erhalten. Bildet weisse, wachsglanzende, diinne lange Nadeln vom Schmp. 189O. Lost sich: fast nicht i n kaltem und heissem Alkohol oder Aether, schwer in kaltem Benzol, leicht in heissem. Die Verbrennung stimuite auf den erwarteten Diathylather Ca4H:uS 0 2 .
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