VII. Uvbrr natGrliches unit kunslliches Ulrrurnurirb ; uom Pro/. C. Brunner in Bern. (Mitgeheilt vom HIP. VerTurer.) D a s unter der Benennung Ultrumrh bekannte Farbematerial ist scbon oft Gegenstand chemischer Untersucbung gewesen. Die Bestrebungen der Chemiker waren dabei von zweierlei Art. Zuerst
Ueber künstliches Ultramarin
✍ Scribed by Wilkens, H.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1856
- Weight
- 468 KB
- Volume
- 99
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
In den1 Jariuarheftc (XCVII, 35) d. J. der Annalen verotfentlichte Herr S t 6 1 z e l eine Arbeit uber Ultramarin , die, wie ich weiter eriirtern werde, eben so wcnig eirie Aufkliirung iiber die Zusainmensetzung dieser Farbe giebt, wie alle frubereri Abhandlungen der verschiedenen, dort aufgefuhrten Chemiker. Ich fuhle mich daher verpflichtet, trotzdein, dds rch Fabrikant bin, meirre Erfahrungen daruber mitzuth eilen.
Zu den bis jetzt beltannlen Analysen iialirii man ein Muster Ultramarin, wie es die Fabrik licferte, und bestiinmte dessen Bestandtheile, gleichgultig, ob der Arbeitcr dieser Fabrik inehr oder weniger gut ausgewaschen, ob er besser oder schlechter entscliwefelt hat. Aber auch selbst , wenn h i d e Falle beriicksichtigt waren, so lag dem Analytiker noch inirner kein reines Ultramarin vor.
Thon und Kieselerde und deren Verutireinigungeri werden in gar verscliiedenen Verhaltnissen von dein reiiieii U1tramarin assimilirt, so d a b das Product jcder Fabrik yon den1 der andern verschieden ist. Ja noch nielir, da selhst der Thon, nach seinen einzelnen Lagen, in seiner Zusammenseizung verscliieden ist, so folgl schon hieraus, dals in derselben Fabrik kleine Abweichungen in den Bestandtheilen des Ultramarins statt haben.
Aus diesein Grunde sind alle einzelneri Analysen , selbst wenn sie (zufalligerweise) mil andern stimmen solllen, von lreiriem W'erthe, so lange nicht der Weg befolgt wird, der zur Erkennung der bestininiten Verbindung des Ultramariris fiihrt.
Betrachtet man die Veranlassung der verschiedenen Beimengungen, die nichl wesentlich zur Bildung des Ullrsinarins *) Die von Ilerrn St6lzel hierhei erwlhnten Uebelstande lassen sich durch einige Uebung schnell beseitigen , narnentlich wenn niau dac Ultramarin aufserst k i n gemablen anwendat.
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