Ueber Helleborëin und Helleborin.
✍ Scribed by Husemann, Au G. ;Marmé, Wil H.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1865
- Weight
- 423 KB
- Volume
- 135
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Die Nieswurze, inshesondere die officinellen Wurzeln von Helleborus niger L. und Helleborus viridis L. sind schon wiederholt Gegenstand chemischer Untersuchungen gewesen. Trotzdem herrscht noch vie1 Unsicherheit in Bezug auf die darin vorkommenden , ihre physiologischen Wirkungen bedingenden eigenthiimlichen Stoffe. V a u q u e I i n beschreibt als Helleborin eine durch Verdunsten eines weingeistigen Auszugs von Helleborus hiemalis L. dargestellte harzartige, k6mige, fast weifse leicht schmelzbare Masse, von scharfem Geschmack und nur durch Vermittelung anderer Wurzelhestandtheile in Wasser 16slich. Ein iihnlicher unbestimrnter K6rper ist von G i e s e als Helleborin aufgestellt. Untersuchungen uher die chemischen Bestandtheile der Nieswurze von F e n e u 1 I e und C a p r on, sowie von R i e g e l fiihrten zu keinern nennenswerthen Resultat. Erst in neuerer Zeit hat W. Basti ck *) aus der schwar-Zen Nieswurz durch Weingeist einen weifsen krystallisirten K6rper ausgezogen ? den er gleichfalls Helleborin nennt. Seine Angaben beschranken sich indefs darauf, dafs derselbe scharf und bitter schmecke, sich leicht in Aether uud Weingeist, schwieriger in Wasser lose, sich nicht mit SIuren verbinde, auch durch Behandlung damit nicht verandert werde, dafs er ferner concentrirte Schwefelsaure braunroth fiirbe und beim Erhitzen mit Natronkalk Ammoniak entwickele. Endlich mag noch erwahnt werden , dafs S c h r o f f **) bei Gelegenheit einer physiologischen Unterauchung der *) Pharm. J. Trans. X11, 174; auch Journ. de Pharm. LXIII, 205. **) Prag. Vierteljahrsschr. (1859), LXII, 49 u. LXIII, 95. . *) Diese Annalen Supplemeirtbd. 11, 383 und 111, 245. *) Bus dem Journal of the Chemical Society mit ZusBtzen vom Verfaaaer mitgetheilt.
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