Die zur Darstellung von Hydratropasaure erforderliche Itropasfure wurde grofstentheiis aus Ptropin nach den Angaben von Fi t t i g und W u r s t e r \*), eine kleinere Menge nach dem Verfahren von S p i e g e I +\*) aus dcetophenon bereitet. Zur Gewinnung yon Hydratropasaure wurden je 15 g Atropasii
Ueber die künstliche Bildung der Milchsäure und einen neuen, dem Glycocoll homologen Körper;
✍ Scribed by Strecker, Adolph
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1850
- Weight
- 734 KB
- Volume
- 75
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
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zur Verbesserung des Krapps beitragt, man dieses in weit kiirzerer Zeit erreichen Ironnte. Es wlre hierzu nur nolhig, Iirapp mit Wasser unter Zusatz von wenig Heft: anzuriihren und diese Mischung im Somnier einige Tage steheii zu lassen. Nach Beendigung der Gahrung inubte der Krapp abgewaschen und' getrocknet werden.
Als Resultale der vorstehenden Untersuchung glauben wir hervorheben zu mussen :
- der Krapp enthalt zwei rolhe Farbstoffe, Alizarin iind Purpurila ;
2 ) die Forinel des Alizaritrs ist : C,, H, 0, , die des Purpurins : C, H, 0 , ;
3) Alizarin geht bei der Gahrung des Iirapps in
Purpurin iiber; 4) Alizarin und Purpurin liefern, durch Oxydation init Salpetersiiure , Phtalsaure; 5 ) Alizarin und Purpurin farben mil Thonerde gebeiztes Zeug schon rolh; das Purpurin farbt melir hoehrolh, die Alixarinfarbung besitzt einen bliiulichea Ton. 6) Die Chlornaphtalinnsaure ist gechlortes Alizarin. Ueber die kiinstliche Bildung der Milchsaure und einen neuen , dem Glycocoll homologen Korper j von Adolph Strecker. Die Untersuchungen von E n g e l h a r d t *) und von Stad e l e r **) uber die Verwandlungen der Milchsaure haben er---*) Dime Annalen Bd. LXX, S. 241. **) Ehendaselbst Bd, LXIX, S. 333. 28 S t r e c k e r , iiber die lcijnstliche Bildung der Milchsaure geben, dafs Aldehydoder daraus abstammende Verbindungen eines der gewohnlichsten Product0 dieser Saure ist. Schon friiher halte L i e big *) die Beobachtung gemacht , daCs die Milchsaure bei der Oxydation mit Braunstein und Schwefelsiiure, oder auch mit Bleihyperoxyd, reichliche Mengen von Aldehyd liefert , wohei gleichzeilig Kohlensaure auflrilt. Es schien hiernach nicht unwahrscheinlich, dafs die Milchsaure eine gepaarte Verbindung von Aldehyd rnit Arneisensaure sey , ahnlich wie die Mandelslure als eine gepaarle Verbindung von Ameisens u r e mit dem Aldehyd dcr Benzoesaure betrachtet werden kann :
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