Uber das Verhalten von Stärke und Dextrin gegen Jod und Gerbsäure
✍ Scribed by Griefsmayer, Victor
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1871
- Weight
- 681 KB
- Volume
- 160
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Das chemische Verhalten der Starke und ihrer Derivate ist verhaltnifsmafsig noch wenig aufgeklart. Ich glaube durch die Mittheilung des Folgenden einiges neue Licht in diese schwierige Materie zu bringen. Ein Haupterkennungsmittel fur die Starke ist die bekannte Jodreaction. Obwohl die verschiedenen Farbennuancen , die hierbei auftreten konnen, langst bekannt sind, so hat man doch die denselben zu Grunde liegenden Vorgange nicht entsprechend verfolgt, geschweige denn die betreffenden chemischen Reactionen selber erklart. Jod ist aber nicht das einzige Mittel, urn die Starke von den verschiedenen ihr mehr oder weniger verwandten Dextrinarten zu unterscheiden und nehen denselben aufzufinden. Wir besitzen noch ein anderes charakteristisdies Reagens, ich meine nicht das wohl hierfiir vorgeschlagene Brom, das sich als ganz unbrauchbar erweist, sondern die Gerbsaure. Die Hauptursache , warum man hinsichtlich dieser Frage bisher so Manches iibersehen hat, scheint mir darin zu liegen, dafs man immer mit zu concentrirten Fliissigkeiten arbeitete.
Es gilt diefs sowohl fur das Jod, als auch fur die in dieser Richtung noch ungleich weniger beachtete Gerbsaure.
Bei den nachfolgenden Versuchen verwendete ich stets folgende Flussigkeiten : Eine l/loooo normale Jodlosung dargestellt aus der 1 / 1 ~ normalen durch Verdunnen mit Wasser auf das Tausendfache.
Eine wasserige Gerbsaurelosung melclie 3,5 Grm. reinen Tannins in 300 CC. enthalt.
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