Theorie der Dissociation oder Thermolyse
✍ Scribed by Mohr, Fr.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1874
- Weight
- 713 KB
- Volume
- 171
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Die Dissociation besteht in dem Vorgange, dafs zwei chemisch verbundene Stoffe durch Warme wieder getrennt werden. Eine wesentliche Bedingung ist, dafs ein Bestandtheil oder beide fluchtig sind. Feuerbestandige Stoffe, wie Kieselerde, Thonerde, Kalk und ahnliche konnen nicht dissociirt werden. Eine zweite Bedingung ist, dafs die chemische Verbindung bei ihrer Bildung Warme ausgegeben haben mufs. Die Thermolyse besteht dann darin, dafs den Bestandtheilen, die bei ihrer Verbindung W a r m ausgegeben haben, diese wieder zuruckgegeben wird. Es ist bekannt, dafs Quecksilber bis nahe zu seinem Siedepunkte erhitzt, freien gasformigen Sauerstoff aufnimmt und sich in rothes Quecksilberoxyd verwandelt ; es ist ferner bekannt, dafs wenn dieses Oxyd starker erhitzt wird, dasselbe wieder in seine beiden Elemente zerfallt. Bei der Bildung von Quecksilberoxyd mufs Warme frei geworden sein , obgleich wir dieselbe nicht nachweisen konnen, weil wir uberhaupt grofse Mengen Warme hinzubringen mussen, an welchen eine kleine Zunahme nicht 'bernerkt werden kann. Dafs sich aber Warme ausgeschieden haben mufs , geht aus folgenden Griinden hervor : 1) weil der Sauerstoff seinen Gaszustand verloren hat, 2) weil das flussige Quecksilber in einen festen Korper ubergegangen ist, 3) weil durch Zufuhren von mehr Warme die Verbindung wieder aufgelost wird. Es liegt also die Trennungstemperatur bei dem Quecksilberoxyd hoher am Thermometer , als die Verbindungstemperatur. Ganz dasselbe findet bei dem Wasser statt. Wenn 1 Grm. Wasserstoffgas mit 8 Grm. Sauerstoff sich zu Wasser verbindet, so werden Anna]. d. Chem. n. Pharm. 171. B d .
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