Synthese des 2-Thiachinolizidins (Piperid(2,1-c)-tetrahydrothiazin) und des Chinolizidin-2-Sulfons
β Scribed by Doz. Dr. M. Rink; H. G. Liem
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1959
- Tongue
- English
- Weight
- 271 KB
- Volume
- 292
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
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β¦ Synopsis
Chinolizidine mit Schwefel ale zweitem Heteroatom sind bisher nicht dargestellt worden. Wir unternahmen die Synthese eines derartigen Thiachinolizidins und zwar sollte der Schwefel in p-Stellnng zum Stickstoff stehen. Ausgangsmaterial war Pipecolylchlorid I, an das Oxyiithylnatriummercaptid I1 angelagert m d e , eine Verbindung, die gleichzeitig eine m r Thioiitherbindung geeignete SNa-Gruppe, zum anderen eine nun RingschluS befahigte OH-Gruppe trug. Wurde die Umsetzung in athanolischer Losung vorgenommen, so war die Ausbeute nahezu quantitativ, in wiil3riger Wung betrug sie 68%. Geerbeitet wurde unter Stickstoff, um eine Oxydation dee Schwefels bzw. Disulfidbildung en vermeiden. Der erhaltene Pipcolyl-2-oxyiithylthioiither 111, ein dickfliissiges 01, lieferte nur ein Reinecht. RingschluDversuche von I11 zum 2-Thiachinolizidin IV wurden tuerst mit Polyphosphorsame durchgeftihrt*). Eine Waawrabspaltung trat nicht ein. Beim Erbittzen mit Essigsiiureanhydrid und Natriumacetat nach C. Muuu&e nnd A. 8 h d ) Bind die Ausbeuten an IV so gering, dal3 dieses Verfahren praktisch nicht in Frage h m . Wurde aber die OH-Glmppe in I11 mvor mit Bromwasserstoff-kig heloge-niert3 und das Monohalogendenvat mit Natriumiithylat gekocht, so konnte Ring-schluS zu IV erzielt werden. IV bildete ein farbloses 01, von dem sich ein Jodmethylat, Pikrat, Perchlorat und Hydrochlorid gewinnen lieS. Im IR-Spektrum trat weder eine NH noch eine SH-Valenzschwingung a d . Die Vielzahl scharfer Banden zwischen 7 und 15p deutet auf eine Ringstruktur von IV hin. Es fehlt jede Andeutung einer Doppelvalenzschwingung, BO daS auf eine vollig gesattigte Verbindung gwhloseen werden kann. IV wurde nach H. B d m e und D. Mu@) mit Phthalmonopersaure in iitherischer Lasung bei -12" zum Chinolizidinsulfon V umgeeetzt. Nach ftinf Tage bngem l) Y. Rink nnd β¬2. B. Lien, Naturwinn. 44, 659 (1967).
2 ) F. Uhlig, Angew. Chem. 66. 436 (1954).
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