Solanum-Alkaloide, XXXVII. Über die Alkaloidglykoside von Solanum polyadenium Greenm.
✍ Scribed by Schreiber, Klaus
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1964
- Weight
- 470 KB
- Volume
- 674
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Eingegangen am 5 . August 1963 Blatter und unreife Friichte der mexikanischen Wildkartoffel Solanum polyade- nium GREENM. enthalten als Hauptalkaloide (Gesamtalkaloidgehalt 0.5 -1.6 bzw. 3 -8 % des Trockengewichts) 2 Tomatidin-glykoside: Tomatin und ein bisher unbekanntes Glykosid, das ,,Polyanin" genannt wird. Nach den Ergebnissen von Saurehydrolyse, Perjodsaureabbau und Permethylierung ist Polyanin
Die Wildkartoffel Solanum polyadenium GREENM. (Chromosomenzahl : 2n = 24 ; Serie Polyadenia BuK., Solanaceae) ist in Zentralmexiko beheimatet und dort auf trockenen, steinigen Berghangen anzutreffen. Unter den Wildkartoffeln nimmt S. poly- adenium insofern eine Sonderstellung ein, als die Pflanze eine dichte, driisige Behaarung aufweist, die bei Beriihrung oder Beschadigung ein klebriges, intensiv und charakteristisch riechendes Sekret abgibt.
Dem Kartoffelkafer (Leptinotarsa decemlineata SAY) gegeniiber ist S. polyadenium im allgemeinen resistent. Von LANCENBUCH 2) wurde gezeigt, daR die Resistenz nicht auf die genannte Driisenausscheidung zuriickgeht, sondern vielmehr durch einen in den Blattern enthaltenen ,,Vergallungsstoff " bedingt ist.
In S. polyadenium konnten wir einen Gesamtalkaloidgehalt (bez. auf das Trockengewicht) von 0.2 -0.3 % im Kraut, von 0.5 -1.6 % in Blattern und von sogar 3 -8 % in unreifen Friichten feststellen (Tab. 1). Papierchromatographisch lieBen sich 2 Hauptalkaloidglykoside mit gesattigtem Aglykon nachweisen (Test auf As-Steroidalkaloide3) negativ). Beide Glykoside geben mit salpetriger Saure N-Nitroso-Verbindungen,
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