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Selektivhydrierung von Fettstoffen mit metallorganischen Mischkatalysatoren nach Ziegler-Sloan-Lapporte II: Hydrierung von Fettsäureestern zu Fettalkoholen

✍ Scribed by Fell, B. ;Kotoko, A.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1990
Weight
916 KB
Volume
92
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


Aus dem Institut $r Techniwhe Chemie und Petrolchmie der Rheinisch-Wes$lischn Technixhen Hochchule Aachen

Aus Nickel-und Kobaltverbindungen und Triethylaluminium zugbgliche homogene metallorganische Mischkatalysatoren vom Ziegler-Typ wurden als homogene Analoga des heterogenen Adkinskontaktes in die Fettesterhydrierung eingesetzt. Die Fetiester konnten unter milderen Reaktionshedingungen (Temperatur = 70-19OoC, Druck = 10-90bar) mit guten Umsatzen bis 100 Yo und Ausbeuten iiber 80 mol zu den entsprechenden primiiren Alkoholen hydriert werden. Die benotigten Katalpatorkonzenbtionen waren allerdings hoch. Es konnte sichergestellt werden, daO der verwendete AluminiumtriethyliiberschuB im Katalysatorkomplex (AlEt,/ aergangsmetall = 7.5) nicht zur Hydrierung des Esters zum Alkohol beitragt, sondern nur die Bildung von geringen Mengen an alkylierten Derivaien des eingesetzten Fettsaureesters bewirkt. E i n l e i t u n g Carbonsauren und Carbonsaureester konnen nach verschiedenen Verfahren zu primiiren Alkoholen hydriert werdenl. Die Reduktion eines Esters mit rnetallischem Natriurn und einem Alkohol, z. B. Butanol, als Wasserstoffdonator wurde 1903 von Bouveault und Bhnc entdeckt und lange Zeit auch grol3technisch zur Fettalkoholherstellung herangezogenz, 3. Die Hydrierung von Carbonsauren oder Carbonsaureestern mit komplexen Hydriden wie LiAlH, oder mit Diisobutylaluminiumhydrid zu den primiiren Alkoholen ist ein haufig genutztes Laborverfahren4-7. Groljtechnisch erfolgt die Hydrierung von Fettsauren und Fettsaureestern zu Fettalkoholen heute nach dem heterogen katalysierten Hochdruckverfahren am Kupferchromit-Kontakt nach Adkins bei 250-300 bar und 200-350 OCS, 9. Abgewandelte Kontakte wie z. B. Cadmiumchromit zeichnen sich vor den Kupferchromitkontakten durch eine hohe Selektivitiit fiir die Hydrierung der Esterfunktion aus; eine Hydrierung der olefinischen Doppelbindungen in ungesattigten Fettsaureestern erfolgt mit diesem Katalysator nicht. Da die Reaktionsbedingungen fiir die heterogen katdysierte Esterhydrierung sehr streng sind, scheinen Versuche fiir eine durch ijbergangsmetallkomplexe homogen katalysierte Hydrierung eines Esters zum primaren Alkohol sehr sinnvoll. Solche homogen katalysierten Hydrierungen laufen namlich oft nicht nur selektiver, sondern auch unter milderen Bedingungen ab als die analogen, heterogen katalysierten Prozesse lo. Wtihrend nun homogen katalysieyte Hydrierungen von acetylenischen, olefinischen und aromatischen Kohlenwasserstoffen sowie auch von Aldehyden, Ketonen, Nitrilen oder Nitroverbindungen gut bekannt sind und nicht nur praparativ, sondern zum Teil auch schon technisch genutzt werden, konnte eine homogen katalysierte Hydrierung von Carbonsaureestern bisher nur in Einzelbeispielen, und zwar ausschlieljlich unter Einsatz von Rutheniumkomplexen als Katalysatoren, realisiert werden.


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## Abstract Linolsäuremethylester läßt sich mit homogenen Ziegler‐Sloan‐Lapporte‐Katalysatoren auf Nickel‐, Cobalt‐ oder Palladiumbasis unter sehr milden Bedingungen selektiv zum einfach ungesättigten Produkt hydrieren. Die Frage, ob dieses Verhalten durch die 1,4‐Stellung der beiden Doppelbindunge