𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Rudolf Höber

✍ Scribed by Albrecht Bethe


Publisher
Springer
Year
1954
Tongue
English
Weight
467 KB
Volume
259
Category
Article
ISSN
0031-6768

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


RUDOLF H{)BER.

Geboren zu S t e t t i n a m 27. Dezember 1873, gestorben a m 5. September 1953 in Philadelphia. Von I~UDOLF H S B ~s Arbeiten ~drd m a n noch sprechen, wenn seine Zeitgenossen l~ngst verstorben sind; yon dem Werdegang dieses so f r u c h t b a r e n u n d r i c h t u n g g e b e n d e n Forschers wird m a n abet nichts mehr wissen. U n d doch war sein Werdegang b e s t i m m e n d ftir das, was er ffir unsere Wissenschaft geworden ist! t~UDOLF HSBE~ war der Sohn eines anfangs begfiterten, sparer in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Kaufmunnes and dessen stets besorgter Gattin, einer geborenen KShlau, die aus einer alten Stettiner Kaufmanns-Familie stammte. Wir wurden schon frfihzeitig miteinander bekannt, obwohl er ein anderes Gymnasium besuchte, denn wir hatten gemeinsame Freunde und mein Vater war bei HSBERS Hausarzt. Gleiehe Interessen, besonders die Freude am Botanisieren, fiihrten uns zas~mmen. (Selbst viele Jahrzehnte spgter, alser in Amerika im Exil lebte, hat er noeh Pflanzen gesammelt und bestimmt !) Nach bestandenem Abitur fuhr HSB~n am 20. April 1892 mit seinem Klassenkameraden Georg Freund and mir naeh Freiburg in unser erstes Semester. Am Tage nach unserer Ankunft wanderten wir naeh Gfinthersthal and fanden auf diesem Spaziergang zu unserer Freude Pflanzen, die es in nnserer pommersehen Heimat nicht gab. Aber zam Bot~nisieren waren wir nicht nach Freiburg gekommen, sondern um Medizin zu studieren. Mit Begeisterung wurde Zoologie bei WEZSMA~, mit Interesse Anatomie bei WISDERSgE~ und mit ~qutzen die etwas trockene abet gate Chemie-Vorlesung bei BAV~A~CN gehSrt.

Das starke Interesse an chemisehen Vorgangen erwachte bei HSB~ erst sparer; einstweilen erschienen ihm ehemisehe Kenntnisse nnr notwendig ftir sein Stadium. Deswegen hat er haufig die Universit~ttsferien dazu benutzt, nm in Stettin im Laboratorinm yon Dr. M~cxE und W I ~R qualitative und auch etwas quantitative Analyse zu erlernen and mit seinen Freunden gm Unterricht fiir ,,Apothekerlehrlinge" teilzunehmen. Dort wurde richtig ,,gepaukt", and die Anfangsgriinde der anorganischen and organischen Chemie, fiber die in den Universitatsvorlesungen meist etwas sehne]l hinweggegangen wird, wurden wirklich verstanden.

Man soll nun aber nieht glauben, HSBER ware yon Anfang an nur ein ,,Arbeitstier" gewesen. Sein einziges Freiburger Semester hat er wirklich genossen und hat mit Freunden hgufig Toaren in den Sehwarzwald gemacht. Selbst das Studentenleben der damaligen Zeit hat er etwas kennengelernt, indem er an den Kneipabenden der kurzlebigen ,,Itanseatischen Tischgesellschaft" teilnahm. Besonders lustig war er bei ihrem Absehiedskommers, wo er seinen berfihmten Itackbrettwalzer auf dem Klavier trommelte, auf der Okarina blies and alte Studentenlieder sang.


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