Rudolf König.
✍ Scribed by J. Rheden
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1926
- Tongue
- English
- Weight
- 129 KB
- Volume
- 229
- Category
- Article
- ISSN
- 0004-6337
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✦ Synopsis
E r war a m 18. April 1865 zu Wien gcboren, besuchte das Gymnasium in seiner Vaterstadt und die Handels, hochschule in Lcipzig. S a c h seinem Eintritt in das vaterliche Gcschift benutzte er die frcic Zeit zu seiner wissenschaftlichcn E'ortbildung durch den Besuch von Vorlesungen . a n der Univcrsitat.
Die Liebe zur Himmelskunde war in ihm fruh erwacht. Er beschaftigtc sich gernc rnit Fragen theoretischcr Natur, und da er aul3erdcm einc fast kunstlerhafte Gcwandheit und Sicherheit im numerischen Rcchnen bcsal), so war es eigentlich fast naturlich, dal) er sich zunachst mit Bahnbestimmungen befaote. E r berechnctc die definitive Bahn des Koineten 1857 111 und veroffentlichte diese Arbeit in den Sitzungsberichten der Wiener Akademic dcr Wissenschaften (Band 100, 1891). Der Art Kiinigs, fur jede Aufgabe sich selbst die mathematischcn Unterlagcn zu schaffen, entsprach cs auch, daB er das Objektiv fur scin erstes Fernrohr, einen Vierzdler, selbst durchrechnctc; cs wurde unter seiner Aufsicht in Wien von Kahles geschliffen und war von hervorragender Cute. Als.sich ihm dic Moglichkeit zum Bau eincs eigenen Hauses hot, verwirklichte er auch den lang gehegten Wunsch nach den1 Besitz cincr Sternwarte. Diese wurde im Jahre 1907 vollendet, und im Jahrc darauf hatte Konig dic Freude, anlaBlich dcr Astronomenversammlung in Wien eine Zahl angesehencr Astronomen in seinem Heim zu begrunen. Die Sternwarte beherbergt neben andercn Instrumenten ein ausgezeichnctes Doppclfcrnrohr von Carl ZciB, dessen photographisches Objcktiv ein Achtzoller vom Uviol-Typus ist. Mit diesem Instrument verfolgte Kdnig besondcrc Absichtcn : er wollte daniit auf feinkornigen Platten stark vergrol3erbare Mondaufnahmen herstellen, die dann die Unterlage fur cine genauc Vcrmessung des,Mondcs bilden solltcn. Es ergab sich aber, dan auch die besten Wiener Luftverhaltnisse fiir dieses Vorhaben nicht ausreichtcn. Damit war das auf den Mond bezugliche Programm dieses Instruinentes stark eingcschrankt und es bezog sich weiterhin mehr auf gelegentliche Feststellungsaufnahmen fur Zweifelsfille. Konig hatte sich namlich inzwischcn einer andcren grol)en Aufgabe zugewendet. Auf Anregung Hago volt Seeligevs ubernahm er die Bcarbcitung und Herausgabe der Reobachtungcn des friihverstorbcncn Mondforschers j o l t . Net. Krieger in Tricst und fuhrte sie rnit groDer Sachkcnntnis und Grundlichkcit durch. Diese Arbeit, zu dcr die Wiener Akadcinie dcr Wissenschaftcn eine namhafte Geldhilfe beistcllte, wurdc im Jahrc 191 z vollendet ; sie umfant zwei starke Quartbandc. Kach Abschlul) dieser Arbeit schritt Kiinig, seinen alten Plan in vcrinderter Form wiedcr aufgreifend, alsbald an eine noch grol)ere, an die genaue Vcrmessung der Mondoberflache auf Grund von Aufnahmen, die er sich von dcr Pariser und von amcrikanischen Sternwarten erhoffte. Er fand auf dieser Seite auch das erwartete Entgegenkornmen und so ging er nach Anschaffung eines groI3en Toepferschen Mekipparates itii 1;riihjahr 191 5 I n h a l t zu Nr. 5490.
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