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Resultate aus Pendelbeobachtungen

โœ Scribed by C. F. W. Peters


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1880
Tongue
English
Weight
710 KB
Volume
98
Category
Article
ISSN
0004-6337

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โœฆ Synopsis


Nachdem eine Vergleichung der in Altona mit dem Lohmeier'schen Reversionspendel gefundenen Resultate mit den fruheren Sabine'schen Bestimniungen ausgefuhrl war, wurde es wunschenswerth, noch an andern Punkten. fur welche sich sichere Bestimmungen der Langen des einfachen Secundenpendels vorfanden , Beobachtungen anzustellen. Nach Verabredung mit dem Herrn Priisi. denten des Geodatischen Instituts , Generallieutenanl Baeyer, der das Unternehmen in jeder Weise unter. stutzte , wurde zunachst als Beobachtungsort Berlin ge.

wahlt.

An diesem Orte sind friiher mehrfach derartige Bestim. mungenausgefuhrt worden, von denen folgendezu erwahnen sind. In den Jahren 1823 und 1824 wurden auf Veran. lassung des Generallieutenants v. Muffling, und zwai 1823 von Professor Dirksen und Major v. Oesfeld, und 1824 von Major v. Oesfeld, Hauptmann v. Radowitz und Lieutenant Baeyer Beobachtungen an einem Fortin' schen unveranderlichen Pendel angestellt , mit dem im Jahre 1818 in Paris beobachtet worden war. Die Heob. achtungen des Jahres 1824 gaben folgendes Resultat: Auf den luftleeren Raum, gleiche Temperaturen und die Meeresoberfliiche reducirt, war die Zahl der Schwin. gungen in 24b mittlerer Zeit in Paris . . .87~26.002 in Berlin. . .ti7241 295; woraus, wenn man die Lange des einfachen Secundenpendels in Paris zu 993mm8510 annimmt, diejenige fur Berlin zu 994mm1995 hervorgeht. Die Beobachtungen sind indessen in mehrfacher Beziehung Unsicherheiten unterworfen gewesen. Denn einestheils lag der Beobachtungsort g Toisen hoch gerade uber einem Thorweg, welcher zur offentlichen Communication diente, und vielfach von Wagen zur Durchfahrt benutzt wurde, wodurch starke Erschutterungen des Gebaudes entstanden*), andertheik scheint die Bestimmung der Temperatur des Pendels rnit nicht unbedeutenden Unsicherheiten behaftet zu sein, so dass dem Resultat der Beobachtungen, wenn es auch mit der nachfolgenden Bessel'schen Bestimmung ziemlich gut ubereinstimmt, nur ein geringes Gewicht beigelegt werden kann. Die Ressel'sche Bestimmung wurde im Jahre 1835 vermittelst des Kepsold'schen Fadenpendels ausgefihrt. Das Pendel wurde in einem Hauschen im Garten der neuen Sternwarte an einem gemauerten Pfeiler angebracht und die Beobachtungen geschahen in ahnlicher Weise wie fruher in Konigsberg und Guldenstein. Die Lange des einfachen Sekundenpendels , auf das Meeresniveau reducirt, fand sich aus 6 vollstandigen Beobachtungsreihen im Mittelzu 40.73goPar.Linienodergg4~m23 IS**). Eine dritte Beobachtungsreihe wurde im Jahre 1869 von Herrn Dr. Albrecht in Berlin rnit dem Repsold'schen Reversionspendel ansgefuhrt ; als Beobachtungslocal diente derselbe Raum , welchen Bessel fruher benutzt hatte. Die Beobachtungen sind von Herrn Prot Bruhns verarbeitet und im Jahre

1874 veroffentlicht worden***). Als Resultat fand sich die Lange dcs einfachen Secundenpendels zu 994m"o498. Die Ursache dcr bedeutenden Abweichung dieser Bestimmung von dem von Bessel gefundenen Werthe wird von H e m Prof. Bruhns auf folgende Weise erklart. Er sagt****): ,Der oben gegebene Werth kann mit dem Ressel'schen nicht stinimen, weil noch die Reduction auf den luftleeren Raum fehlt ; dieselbe wird bei Einem Berichte uber die damaligen Beobachtungen zufolge schwankte die untere Spike des Pendels bei dergleichen Gelegenheiten Zoll BUS der Schwingungsebene. **) F. W. Bessel. Bestimrnung der Liinge des einfachen Sekundenpendels fur Berlin. Berlin 1855. ***) Publication Jes Eonigl. Preussischen GeodPtischen Instituts. Astronornisch-GeodPtische hrbeiten in den Jahren 1S72, 1869 u. 1867. Leipzig 1874. *) ****) A. a. 0. S. 226. *) In Publ. des Konigl. Preussiscben Ceod. Instituts, Astron.-Ceodatische Arbeitcn im Jahre 1870, Leiprig 1871. nennt Prof. Bruhns auf Seite 158 Anm. deli von Bessel beriicksichtigten Einfluss des Luftdruckes unrichtig den L u f t w i d e r s t a n d , der bekanntlich keinen Einfluss auf die Schwingungsteit hat, sondem nur den Schwingungswinkel verkleinert. An denelben Sttlle wird gesagt, der Luftwiderstand sei bei der Reduction der Pendelbeobachtungen in Bonn, Leiden und Jiannheini ausser Acht gelassen, da die Beobachtungen f a s t immer unter gleichen Luftwiderstinden gemacht wordeo seien.


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Bei Gelegenheit meiner auf Veranlassuiig des Herrn Prasideiiteii des Geodatischen Instituts, Generallieutenant Dr. Baeyer, im Jahre I 870 in Koiiigsberg ausgefiihrten Untersuchuiig des Hessel'schen Pendelapparates, welche den Z n w k hatte zu constatiren, oh im Laufe der Zeit eine: Veriinderung in d

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