## Abstract 2‐Methyl‐naphthalin wird durch Natrium und äthanol wie durch Natrium in flüssigem Ammoniak zu einem Gemisch von Δ^1^‐ und Δ^2^‐Dihydro‐2‐methylnaphthalinΔ^1^ bzw. Δ^2^ geben die Stellung der im teilhydrierten Ring noch verbliebenen Doppelbindung an: Δ^1^‐Dihydro‐2‐methyl‐naphthalin = 2‐
Reduktionen in flüssigem Ammoniak, XVII. 2-Methyl-naphthalin und 1.2.4-Trimethyl-naphthalin
✍ Scribed by Hückel, Walter ;Wartini, Manfred
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1965
- Weight
- 579 KB
- Volume
- 686
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Eingegangen am 9. Dezember 1964 Die reduzierende Methylierung von 2-Methyl-naphthalin mit Natrium und Methylbromid in fliissigem Ammoniak fiihrt zum 1.2.4-Trimethyl-dihydronaphthalin und nicht, wie friiher angegeben, zum 1.2.3-Derivat. 2-Methylnaphthalin wird im substituierten Kern unter Bildung von A2-Dihydroprodukt angegriffen. Bei Zugabe von Alkohol nach BIRCH oder auch durch Natrium und Alkohol allein erfolgt die Reduktion untergeordnet auch im unsubstituierten Kern. 1.2.4-Trimethyl-naphthalin wird ausschlieI3lich im nicht substituierten Kern unter Bildung von As-Dihydroverbindung angegriffen, sowohl bei der Reduktion als auch bei der reduzierenden Methylierung. Letztere fuhrt zur 1.2.4.5.8-Pentamethylverbindung. Beide Reaktionen erfordern, wie auch sonst, freie a-Stellungen, von denen die 1.4-Stellungen besetzt werden. 1-Methyl-naphthalin gibt dementsprechend nach BIRCH uberwiegend die As-Dihydroverbindung. Aus dieser entstehen nach vorhergehender Verschiebung der Doppelbindung in konjugierte Lage 1-Methyl-5.6.7.8-tetralin und weiter I-Methyl-A2(3),9(lo)-hexahydronaphthalin. -Die Dihydrokohlenwasserstoffe werden untereinander in ihren Reaktionsgeschwindigkeiten mit Benzopersaure verglichen.
Die friiher 1) mitgeteilten Ergebnisse der reduzierenden Methylierung des 2-Methylnaphthalins in flussigem Ammoniak widersprechen der inzwischen gefundenen Regel der 1.4-Methylierung. Die Entstehung von 1.2.3-Trimethyl-naphthalin sowie eines Pentamethylnaphthalins mit allen 5 Methylgruppen im gleichen Kern, wie sie seinerzeit beschrieben wurde, ist dadurch unwahrscheinlich geworden. Damals waren die Umsetzungen uber langere Zeit ausgedehnt, wobei mit nachtraglichen Verschiebungen von Doppelbindungen zu rechnen ist ; auch standen Gaschromatographie und IR-Spektroskopie noch nicht zur Verfugung.
Die Wiederaufnahme der Untersuchungen hat die Widerspruche beseitigt und zu folgenden Ergebnissen gefuhrt.
2-Methyl-naphthalin wird durch Natrium in fliissigem Ammoniak ausschliel3lich im substituierten Kern angegriffen. Man erhalt 2-Methyl-A2-dihydronaphthalin (I),
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