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Radikal-Dissoziation von arylierten Bernsteinsäure-Derivaten, III.: Über 2.2′-Dioxy-tetraaryl-bernsteinsäure-dilactone

✍ Scribed by Löwenbein, A. ;Schmidt, Hans


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1927
Weight
718 KB
Volume
60
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Wie der eine von uns feststellen konnte3), entstehen durch Einwirkung von Jod auf die Alkali-Enolate der 2-Oxy-diphenyl-essigsaure-lactone die 2.2'-D i o x yt e t r a p h e n y 1b e r n s t ei n s a u r ed i 1 a c t o n e (11) , welche, an sich farblos, beim Erhitzen in Losung auf etwa IOOO in tiefgefarbte Radikale zerf allen. I n vorliegender Abhandlung mochten wir zunachst iiber eine weitere Darstellungsmethode von Dilactonen berichten, und zwar iiber die Moglichkeit einer glatten Halogen-Entziehung aus den z -0 x yd ip h e n y 1b r o me s s i g s a tire -1 a c t o n e n (I).

Auf diesem Wege gelang uns auch die Darstellung des z.z'-Dioxyd i -a-n a p h t h y 1 -d i p h e n y 1 -b e r n s t e i n s a u r e-d i 1 a c t on s (111) , welches nach der fruheren Arbeitsweise nur schwer zu erhalten war.

Die Darstellung der genannten Brom-essigsaure-lactone (kurz : ,,Bromlactone") gelingt leicht durch die Einwirkung von Brom auf die benzolische Losung der einfachen Lactone4). AuOer den bisher bekannten, wurden von uns das 5-Methyl-4'-methoxy-2-oxy-diphenyl-, wie auch das 4'-M e t h o x y -2 -o x y -M -n a p h t h y 1 -p h e n y 1-b r o m-e s s i g s a u r e -1 a c t o n(V1) neu dargestellt. Das Brom-Atom ist in diesen Verbindungen, wie bereits von den friiheren Autoren festgestellt wurde, beweglich und kann somit leicht ausgetauscht werden. Die Beweglichkeit dieses Halogen-Atoms auBert sich auch bei der Einwirkung verschiedener Metalle. Von den von uns erprobten Metallen wirken gut : reduziertes Silber, Zinkstaub, Quecksilber, ferner auch Magnesium; am besten bewahrte sich jedoch die von S c h l e n k zur Darstellung von Hexaaryl-athanen empfohlene Kupf erbronze. I n der Phenylreihe wurde beim Schiitteln der Brom-lacton-Losungen mit dem letztgenannten Metal1 das Halogen bei gewohnlicher Temperatur nur sehr langsam abgespalten ; zur Vervollstandigung der Reaktion war ein langeres Kochen der Losungen erforderlich. Bei den Brom-lactonen der Naphthylreihe ging die Reaktion besonders leicht vor sich, und zwar, unter Entwicklung einer erheblichen Bigenwarme, ohne auBere Warmezufuhr. Aus der filtrierten Losung konnte das entsprechende Dilacton, nach Zusatz von Petrolather, krystallin, rein und in sehr guter Ausbeute isoliert werden. l) 11. Mitteil.: B. 58, 2643 [Ig25]. 2) Man vergl. die gleichlautende Dissertation von H a n s S c h m i d t , Universitat 3) A . L o w e n b e i n , B. 58, 601 [1925]. 4) A. B i s t r z y c k i und J. F l a t a u , B. 30, 127, 130 [1897]; G. C r a m e r , B. 31,


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