Photochemie des C-Dihydro-toxiferins (C-Alkaloids-K). Präparative Umwandlung in C-Curarin-I und C-Calebassin. 27. Mitteilung über Calebassen-Alkaloide
✍ Scribed by K. Bernauer; H. Schmid; P. Karrer
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1957
- Tongue
- German
- Weight
- 310 KB
- Volume
- 40
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Reines C-Dihydro-toxiferinchlorid ist hrblos. Setzt man es dem Licht aus, so nimmt es bald eine rotlichbraune Farbe anz). Diese Beobachtung und der Befund, dass alte, ehemals analysenreine Dihydro-t'oxiferin-Praparate C-Curarin-I in papierchromatographisch nachweisbarer Menge enthielten, haben uns veranlasst, zu prufen, oh sich Dihydro-toxiferin durch Relichten in Curarin umwandeln lksst.
Dies ist tatsachlich moglich, wie durch folgende einfache Versnchsanordnung evident wird : Auf einen Chromatographie-Papierbogen werden zwei Flecke reinsten Dihydro-toxiferinchlorids aufgetragen. Ein Fleck wird durch schmarzes Papier abgedeckt, wiihrend auf den anderen ca. 25 Std. das Sonnenlicht einwirkt. Anschliessendes Entwickeln des Chromatogrammes zeigt, dass der belichtete Fleck neben menig Ausgangsmaterial vie1 Curarin enthalt, ausserdem in geringen Mengen meitere, z. T. fluoreszierende Substanzen, die nicht identifiziert werden konnten. Der abgedeckte Fleck dagegen besteht ails unverandertem Dihydro-toxiferin. -Da diese Urnwandlung auch stattfindet, wenn das Papier unter einer dicken Glasplatte belichtet wird, kann geschlossen werden, dass kurzwelliges UV.-Licht fur die Reaktion nicht notig ist3). Tm praparativen Versuch diente eine gewohnliche Gliihlampe als Lichtquelle. I n einer dunnen, auf Glas aufgebrachten Schicht von Dihydro-toxiferinchlorid entstand Curarinehlorid in einer Rohausbeute von ca. 15% d. Th. (s. exp. Teil). Fur den Identitatsnachweis des so gewonnenen Curarins haben wir den papierchromatographischen Vergleich, UV. -und I R . -Spektren, Debye -Scherrer-Diagramm4), Smp. des Pikrates (Mischprobe) und optische Drehung herangezogen (exp. Teil).
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