Oxydationen mit Fluor XVIII. Einwirkung von Fluor auf Cer(III)sulfat und auf Jodate
✍ Scribed by Fr. Fichter; Vicenta Arnal
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1931
- Tongue
- German
- Weight
- 324 KB
- Volume
- 14
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Oxydationen mit Fluor XVIIP). Einwirkung von Fluor auf Cer(II1)sulfat und auf Jodate von Fr. Fiehter und Vieenta Amal. (4. TI. 31.) 1. Cer(III)siilfnt iind Pluol-. Die Oxydation von Ce'II-ion zu Ce" -ion verlangt ein Potential von + 1,6 Volt und ist somit durch Fluor spielend leicht zu verwirklichen ; aber die in wasseriger LBsung unvermeidliche gleichzeitige Bildung yon Wasserstoffperoxyd steckt der Ansammlung von ('er( 1V)salz eirie Grenze. Eine weitere Schwierigkeit bietet die Ausfallung von schwer loslichem schleimigeni Cer( 1 1 1 )fluorid, 2 CeF, H,03), tlurch die mit dem Fluorgss eingefuhrte oder aus ihm in der wasseriqen Losung erzeugte Flussaure. Diese Fallung kann durch einen genngend grossen Uberschuss von Schwefelsaure verhindert werden, tier aber seincrseits die Loslichkeit des C'erjIII'lsulfats herabsetzt. Die Betlingungen, unter deneri die Oxydation gelingt, sind dndureh ziemlich eng begrenst ; die Iionzcntrstion an Sehwefelskure muss ra. 8-11. sein (40 g SO," in 100 em3 Losung). Selbst in so saurer Losung fallt etvms Cer(II1)fluorid am, doch stort es weder die Oxydation durch Fluor, noch die Analyse der Losung, die mit Hilfe von uberschussigeni titriertem Wasserstoffperoxyd und Zurucktitricreii mit Kaliumpermengsnat m c h c. K?zorl-e3) durchgefuhrt wurdr. Aiiffallend bei der Fluorierung der Cer( 1II)sulfatlosung ist der Timstand, dass die Gelbfarbung schr langnam auftritl,; sie erreicht ihr ?Ilaximixm erst nachtraglich, nnch Unterbrechung des Fluorstromes, nach 3-bin 4stundigem Stehen, und hlasst d a m wieder ab. Xsrh zwei Tagen ist die gelbe Fsrbe vollig rerschwunden; dafur ist dann stets etwas Wssserstoffperoxyci nachweisbar. Kauflic.hes Cer(I1I)sulfat wurde in Wasser von 0 O gelost und 76,92 em3 einer Losung mit 23,OS em3 konz. Schuvfelsaure vom spezifischen Gewicht 1,84 vermischt. Die Losung enthielt dann 0,993 g Ce ... und 39,90 g SO," in 100 em3. Von ihr u-urden fur jeden Versuch 36 em3 angewandt. Die Temperatur wurde (lurch Eiskuh-') XVIJ, vgl. Helv. 13, 1200 (1930). j) B. 33, 1924 (1900).
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