Natursprache versus Indexsprache in der Chemie-Dokumentation
✍ Scribed by Dr. Robert Fugmann
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2006
- Tongue
- English
- Weight
- 895 KB
- Volume
- 94
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Professor Klaus Weissermel zum 60. Geburtstag gewidmet
Bei jeder gezielten Literatursuche muB man vorhersehen konnen, wie die fraglichen Begriffe im Speicher ausgedriickt sein konnten. Unter diesen Ausdrucksweisen schllgt man im Register nach, oder man benutzt sie als Suchbedingungen in einer mechanisierten Recherche. Bei Allgemeinbegriffen mangelt es der natursprachlichen, frei gewlhlten Ausdrucksweise an dieser Voraussehbarkeit, wie am Beispiel von Verbindungsklassen und Reaktionen gezeigt wird. Das Suchen in Speichern mit frei gewlhlter Ausdrucksweise ist demzufolge zwangslaufig mit Verlust verbunden, unabhlngig davon, wie hoch die eigentliche Suchtechnik, z. B. das Computerprogramm, entwickelt sein mag. Durch eine Einschrlnkung der Ausdrucksmoglichkeiten, wie sie durch eine Indexsprache und ihre zuverllssige Anwendung erreicht wird, lassen sich die Voraussehbarkeit steigern und Informationsverluste entsprechend drastisch reduzieren. -Im Gegensatz hierzu sind die Ausdrucksweisen fur Zndividualbegriffe (z. B. Einzelverbindungen, Autoren, Institutionen) in frei gewlhlter, naturlicher Sprache oft genugend gut voraussehbar. Der Nutzen einer Ubersetzung in eine Indexsprache ist hier manchmal fraglich. Das gilt besonders dann, wenn die Indexsprache (noch) keinen treffenden Ausdruck zur Wiedergabe eines Fachbegriffes anbietet, sowie auch dann, wenn die natursprachliche Ausdrucksweise vieldeutig ist. Hier ist es ratsam, diese Ausdrucksweise in den Speicher zu ubernehmen, zumindest zusiitzlich zu einer versuchten indexsprachlichen Form. -Die Schwlchen einer Einspeicherung in frei gewlhlter, naturlicher Sprache werden wlhrend des Wachstums eines Informationssystems erst relativ spat deutlich. Im Friihstadium dieses Wachstums kann Voraussehbarkeit zumindest teilweise noch durch Gedlchtnisleistung ersetzt werden. AuBerdem ist in einer so kurzen Zeitspanne die Ausdrucksweise der Autoren noch relativ einheitlich. Deswegen ist der Verlust an einschllgiger Information anfanglich gering, und er wird auch meistens nicht als eine immer starker werdende Quelle von Recherchenfehlern erkannt. Auch tritt in diesem Stadium noch nicht der standig wachsende Zeitbedarf fur das Ersinnen und Formulieren von immer mehr alternativen Suchbedingungen in Erscheinung. Aus diesen Griinden sind natursprachliche Systeme oft ohne ausreichende Rechtfertigung bevorzugt worden. -Die charakteristischen Starken und Schwachen beider Sprachenarten legen es nahe, daB man sie miteinander kombiniert, so daB ihre Vorzuge erhalten bleiben.
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fatsache fest, daB diese Alkaloide clurch Erhitzen rnit Mineralskuren in einen Zuckeranteil und in ein &lykon gespalten werden konnten. Es handelt sich bei dieser Korperklasse also um Glykoalkaloide, wobei das Aglykon das eigentliche Alkaloid darstellt. Da schon eine Reihe von derartigen -4lkaloiden
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