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Nachweis der Glyceride veresterter Olivenöl-Fettsäuren

✍ Scribed by Kaufmann, H. P. ;Wessels, H.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1967
Weight
869 KB
Volume
69
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


Aus der Bundesanstalt fur Fettforschung, Munsler (Westf.)

Naturliches Olivenol und Ester61 enthalten bei annahernd gleicher Fettsiure-Zusammensetzung etwa gleiche Anteile an Dipalmitoolein (ca. 4 O/O) und Palmito-diolein (ca. 20 O/o). Die Stellungsisomeren dieser Glyccride, die in 2-Stellung Palmitinsiure enthalten, kommen im Olivenol nur in geringer, im Esterol dagegen in erheblich groBerer Menge vor. Das gleiche gilt fur die entsprechenden Stearinsaure enthaltenden Glyceride. Mit Hilfe der Silbernitrat-Chromatographie werden die Dipalmito-olein und Falmito-diolein enthaltenden Fraklionen isoliert. Das fur beide Ole charakteristische Vcrhiltnis ihrer Stellungsisomeren (POP/ PPO und POO/OPO) wird nach enzymatischer Abspaltung der Fettsiuren in 1,3-Stellung indirekt uber eine gas-chromatographische Analyse ihrer 2-Monoglycerid-Fettsauren bestimmt. Ddtectlon des glycdrldes d'acides gras d'ollve estdriflds L'huile d'olive naturelle et I'huile esterifiee contiennent, avec une composition en acides gras approximativement egale. des proportions a peu pres egales de dipalmitooleine (env. 40/0) et palmitodioleine (env. 20°/0). Les isomeres de position de ces glycerides, qui contiennent de l'acide palmitique en position-2, s'ils ne sont guere representes dans I'huile naturelle, le sont au contraire bien davantage dans I'huile esterifiee. 11 en est de meme des glycerides respcctifs contenant de l'acide stbarique. Les fractions dipalmitooleiques et palmitodiolbiques sont isolees a I'aide de la chromatographie au nitrate d'argent. La rapport des isomeres de position (POP/PPO et POO/OPO) est determine, apres scission enzymatique des acides en position-1,3, indirectement, par chromatographie en phase gazeuse des acides gras de monoglyc6ride-2. Die systematische Untersuchung und Reinheitspriifung des Olivenoles ist z. Z. ein aktuelles analytisches Problem. Im hrdergrund des Interesses steht dabei der Nachweis der Verfalschung des teuren Olivenoles mit fremden Ulen. Ein solcher Nachweis ist besonders schwierig, wenn sog. Esterole zugesetzt werden. Esterole werden industriell durch Veresterung von Olivenol-Fettsauren mit Glycerin hergestellt. Ein groSer Teil der ZUi- Veresterung benutzten Fettsauren wird durch Spaltung von Tresterolen gewonnen, die aus PreSriickstanden extrahiert werden. Wenn auch die aus reinen destillierten Fettsiuren und reinem Glycerin sachgemai3 hergestellten Glyceride ernahrungsphysiologisch kaum zu beanstanden sind, so ist doch die Verwendung derartiger Ule zu GenuBzwedcen in fast allen Olivenol produzierenden Landern verboten', und zwar, weil sie einerseits wegen des Fehlens von essentiellen Fettbegleitstoff en als ernahrungsphysiologisch nicht vollwertig angesehen werden und andererseits eine Storung des Olivenol-Marktes verursachen konnten. Auf keinen Fall diirfen sie als Olivend deklariert werden. Da natives Olivenol und Esterol einander sehr ahnlich sind, ist sowohl der qualitative als auch der quantitative Namweis eine nicht ganz einfache analytische Aufgabe, die um so schwieriger wird, wenn beide Ule miteinander vermischt werden. Die bisher bekannten Nachweis-Verfahren fur Esterolesie sind in einer * Auszugsweise vorgetragen anlPBlich der DGF-Vortragstagung in Hannover am 24. Oktober 1966; Studien auf dem Fettgebiet, 356. Mitteilung. Anon., Riv. ital. Sostanze Grasse 43, 282 [1966].

Detection of the Glycerides of &termed Ollve Oil Patty Acids Natural olive oil and ester oil with the same fatty acid composition contain approximately the same amount of dipalmitoolein (ca. 4 O/o) and palmito-diolein (ca. 200/0). The positional isomers of these glycerides which contain palmitic acid in the 2-position, occur in very small amount in olive oil but are present in considerably larger amount in ester oil. The same is also true for the corresponding stearic acid containing glycerides.


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