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Milch-Separatoren und ihre Verfahrenstechnik

✍ Scribed by Wilsmann, W.


Book ID
102460228
Publisher
John Wiley and Sons
Year
1953
Weight
422 KB
Volume
55
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


Als vor rund 80 Jahren Lefeldt aus Schiiningen, heraten von Prof. Murtiny dem Wlteren, die ersten Versuche mit Zentrifugen zum Entrahmen von Milch machte, konnte man rioch nicht die Bedeutung erkennen. die heute diese Maschine ohne Zweifel fur die Molkerei hat. Die Milch-Mengen waren noch nicht sehr groi3, und ubermaflige Anforderungen hinsichtlich der Trennung wurden infolgedessen auch nicht gestellt. In erster Linie waren dic Bemuhungen von Le\eld/ zunachst ein interessanter Versuch, die bisherige Handarbeit zu mechanisieren und die leicht verderhlichc Milch schneller zu verarbeitcn. Als ein historisch herangereifter Berufseweig war die Molkerei seinerzeit naturlich konservativ eingestellt. Daraus erklart sich, dag die Separatoren zunachst nur vorsichtig und nach vielen Vergleichsversuchen in der Molkerei Eingang fanden. Man verglich die Produkte, die mit dem Separator hergestellt waren, immer wieder mit denen, die noch nach der alten Methode erzeugt worden waren. Verglichen mit den heutigen Maschinen war die Leistung der ersten Maschinen relativ klein. Noch 1900 leistete die groi3tc Masehine nieht uhcr 2000 IiStd., ungefahr um 1910 wurden Maschinen fiir 3000 l/Std. und um 1920 fur 5000 I/Std. entwickelt. Die ersten Zentrifugen waren im groi3en Magstab ausgefiihrte Becherschleudern. Sic erzeugten durch die wie Fliigel wirkenden Eimer einen sehr grogen Luftwiderstand. Um diesen zu vermeiden, kapselte man die Eimer spater ein oder legte stattdessen einzelne Zellen in einen zusammenhangenden 'Trommelmantel. Anschliellend ging man dann zur Trommelsdileuder mit einem zusammenhangenden Fliissigkeitsring uber. Die ersten Maschinen mit Eimern und Zellen arbeiteten intermittierend, d. h. es mui3te nach Separierung einer Fullung die Maschine abgestellt und der Rahm vorsichtig von der Milch abgenommen werden. Nachdem man eine Trommel mit zusammenhangendem Flussigkeitsring gebaut hatte, ging man b,ald dazu uber, durch Nachfiillen von Wasser oder Mager-&ilch den abgeschiedenen Rahm aus der Trommel iiberlaufen zu lassen: Anschliegend wurde dann die Trommel stillgesetzt, um aueh die Magermilch bzw. das Wasser abzulassen. Der niichste Schritt war der kontinuierliche Betrieb; Magermilch und Rahm liefen standig ab, wahrend Vollmilch gleichzcitig zulief. Lejeltlt und Arrtonin Prondtl waren die Pioniere dieser Entwicklung. 1 S88 entwarf Clemens FreiherT won Hechtoldsheim die Zentrifugen-Einsatze, die in der Folge his heute den Grundaufbau des Separators fcstgelegt haben. Dureb evnlventenformige Lamellen-Einsatze odcr durch konischc Tellcr (letzterc werden praktisch heute allein noch benutzt) gelang es ihm, dic Trennscharfe wesentlich zu verhessern. Durch die Einsatac wird ni&t allein die Zentrifugalkraft giinstiger ausgenutzt, & 'werden auch den Entrahmungsvorgang stiirende Wirbelungen vermieden. Heute werden fur die erstklassigen Entrahmungszentrifugen die Teller mit groDter Prazision hergestellt. Angetricbcn wurde die erste Schleuder durch Riemcn und Schnure. Dabei wurde es durch eine hesondere Aushildung des Armes fur das Fufllager erreicht, rlaB hei einem Reisen hergestell t und durch Destillation unter Stickstoff sorgfaltig gereinigt. Als Wasser wurde aussch1iei)lich bidestilliertes Wasser verwendet, das mit IJilfe ciner elcktrisch geheizten Quarzapparatur gewonnen wurde. Um gleichmafiige Emulsionen bei Versuchen im zweiphasigen System zu erhalten, wurde diesen Ansatzen 0.01 g A.dulsion *". in Form einer 2 "!oigen Liisung in bidestillicrtem Wasser zugefiigt. Augerdcm war die wai3rige Phase mit Phosphat-Puffer (6.7. 10-2 M ~l / l ) auf einen bestimmten pH-Wcrt eingestellt, und zwar auf pH = 6.0. wenn keine anderen Angaben gemacht sind. :F'i c 11 1 ,e u oseather, Herst. Kalle B Go. AG.. Wiesbaden-Biehrich.


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