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Methode zur Bestimmung der proteolytischen Aktivität von Labpräparaten

✍ Scribed by Vámos, L. ;Pozsár, K. ;Vajdics, E. ;Hegedüs, E.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1972
Tongue
English
Weight
475 KB
Volume
16
Category
Article
ISSN
0027-769X

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✦ Synopsis


Lab-Proteasen, Aktivitat Labpraparate mit sehr verschiedenen proteolytischen Aktivitaten sind in dieser Hinsicht miteinander schwer zu vergleichen. Um bei der Aktivitatsbestimmung Fehler zu vermeiden (z. B. ungenagende Substratsattigung oder Abnahme der Reaktionsgeschwindigkeit wahrend der Messung) , wurde die bisher gebrauchte Biuretmethode auf Caseinsubstrat iiberpruft. Als Modell-Enzym wurde eine neutrale Protease aus Bacillus subtilis verwendet. Unter den gegebenen Bedingungen erwies sich die Menge des abgebauten Caseins als quadratische Funktion sowohl der eingewogenen Enzymmenge als auch der Reaktionsdauer. Letztere quadratische Abhangigkeit hat zur Folge, daI3 die Errechnung der anfanglichen Reaktionsgeschwindigkeit durch lineare Extrapolation aus bei meIjtechnisch annehmbaren Reaktionsdauern erhaltenen Werten der umgesetzten Substratmenge nicht gerechtfertigt ist. Der Zusammenhang zwischen der abgebauten Caseinmenge und der Substratkonzentration sowie die graphische Auswertung nach SEL-WYN bestatigten gleichsam das Bestehen der Substratsattigung. Durch Herabsetzung der Enzymeinwaage und der Reaktionsdauer konnte eine lineare Abhangigkeit der abgebauten Caseinmenge von letzterer erzielt werden. Dies ermoglicht die Bestimmung der Aktivitat aus der auf dem Versuchswege ermittelten anfanglichen Reaktionsgeschwindigkeit. Eine genaue Beschreibung der an Hand der Ergebnisse modifizierten Aktivi-' tatsbestimmungsmethode wird gegeben.

Verschiedene Labpraparate konnen sehr unterschiedliche proteolytische Aktivitaten haben. Dies kann bei der Aktivitatsbestimmung bzw. beim Vergleich der Aktivitaten der Praparate zu folgenden Schwierigkeiten fuhren : I. Bei hochaktiven Praparaten besteht die Substratsattigung nicht wahrend der ganzen Reaktionsdauer ; 2. ebenfalls bei hochaktiven Praparaten ist die Menge des umgesetzten Substrats nicht wahrend der ganzen Reaktionsdauer proprotional zu derselben.

In beiden Fallen sinkt die Reaktionsgeschwindigkeit im Laufe der Aktivitatsmessung in unkontrollierbarer Weise.

Auljerdem konnen Schwierigkeiten auftreten, wenn der Zusammenhang der Enzymaktivitat und der Konzentration des Praparates nicht linear ist, sondern bei verschiedenen Enzympraparaten verschiedenen Kurven entspricht. In diesem Falle sind die Aktivitatswerte der Enzympraparate miteinander uberhaupt nicht zu vergleichen, es werden sogar fur ein und dasselbe Enzym ver-


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