Ligandenselbsterkennung bei der Selbstanordnung eines [{Cu(L)}2]2+-Komplexes: die Rolle der Chiralität
✍ Scribed by M. Athar Masood; Eric J. Enemark; T. Daniel P. Stack
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1998
- Tongue
- English
- Weight
- 371 KB
- Volume
- 110
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
In neuerer Zeit hat der Aufbau diskreter Molekülverbände aus kleineren Molekülen groûes Interesse hervorgerufen, weil diese Verbände interessante chemische, physikalische und mechanische Eigenschaften aufweisen können. [1] Durch Metall-vermittelte Selbstanordnung nichtgebundener Liganden konnten quantitativ Helices, [2±8] Gitter, [9] Knoten, [10, 11] Zylinder, [12] platonische Körper [13,14] und circulare Helicate [15] unter Verwendung labil gebundener Metallionen hergestellt werden ± beeindruckende Resultate von Moleküldesign und molekularer Organisation. [3, 16±19] Viele Arten supramolekularer Komplexe sind intrinsisch chiral, auch wenn die zum Aufbau verwendeten Liganden achiral sind. Mit achiralen Liganden können unter Gleichgewichtsbedingungen Racemate der Komplexe entstehen, etwa Mischungen links-und rechtsgängiger Helices. Liganden, die ein geeignetes Design aufweisen, mehrere Metallzentren binden können und enantiomerenrein vorliegen, können vorzugsweise in ¹chiralitätsdeterminierten Selbstanordnungenª [1] stereospezifisch (Chiralität am Metallzentrum) zu einem einzigen homochiralen Isomer [20] reagieren. Derartige Helices sind in Lösung quantitativ mit labil gebundenen Metallionen synthetisiert worden, [4,6,21] und Komplexe dieser Art sind wegen der enantiomerenreinen Reaktanten homochiral.
Komplexer und auch interessanter wird die Situation, wenn eine Ligandenmischung verwendet wird. In derartigen Systemen können mehrere Komplexe entstehen. Damit Liganden unter Gleichgewichtsbedingungen spezifische Strukturmotive bilden können, müssen sie selektiv erkannt werden. Die konzeptionell einfachste Art von Selektivität ist eine Selbsterkennung, bei der eine einzige Ligandenart einer Mischung aus Liganden in jeweils eine Komplexart eingebaut wird. Eine Ligandenselbsterkennung, die mit einem Ligandengemisch durchgeführt wurde, in dem die Liganden unterschiedlich viele Chelatgruppen aufwiesen, ist beschrieben worden. [22] Auch gibt es Verbindungen, bei denen die Unterschiede der Abstände zwischen den chelatisierenden Gruppen von Liganden genutzt wurden. [23] Hier berichten wir über ein neuartiges System, bei dem die Ligandenselbsterkennung ausschlieûlich auf der Chiralität beruht, so daû bei der Reaktion eines Racemats des Liganden mit Metallionen nur homochirale Komplexe entstehen.
Beim Design der hier verwendeten Liganden L 6R (Abb. 1) achteten wir auf drei Merkmale, die für die Untersuchung nötig waren: eine starre Konformation, der Ausschluû vier-
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## Abstract Die Viskosität ζ wäßriger Lösungen von Dextran®, Hydroxypropylmethylcellulose (Methocel®) und Polyvinylpyrrolidon (Luviskol®) beeinflußt die Lösungsgeschwindigkeit (dc/dt) von Benzoesäure‐, Salicylsäure‐, Theophyllin‐, Theobromin‐ und Cortisonacetat‐Preßlingen nach der Gleichung dc/dt =