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Künstliche Veränderungen der Drosselungstoleranz im Gefäßsystem des quergestreiften Muskels

✍ Scribed by Hans Kleinsorg; Johannes Schmier


Publisher
Springer
Year
1952
Tongue
English
Weight
709 KB
Volume
254
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


Eine MSgliehkeit, Rfickschlfisse auf das Gleichgewicht zwischen Durchblutung und energetisehen Umsetzungen im Untersuchungsgebiet zu ziehen, scheint in der Untersuchung der ,,Drosselungstoleranz" gegeben zu sein, wie sie H. R~Ix u. Mitarb. 2~ in die Kreislaufphysiologie einfiihrten. Dieses Vorgehen schliei~t die Beobachtung yon oxybiotischen wie anoxybiotischen Stoffweehselvorg~ngen ein. Sie gibt Auskfinfte fiber die durch Sauerstoffmangel entstehenden Stoffwechselprodukte in ihrer Wirkung auf die Durchblutung.

H. REIN u. Mitarb. haben im Ansehlul~ an frfihere eigene und Untersuchungen yon A. FLEISC~ 5 U. a. naehgewiesen, dab die Durchblutung yon Organen, die nieht, wie etwa die der Haut, zugleich der Thermoregulation oder anderen Funktionen dient, st~ndig ihrem ,metabolischen Blutbedarf" angep~6t wird. Eine passive, mechanisehe Einsehr~nkung des arterie]len Zustroms kann zu vorfibergehenden ,Mangelerscheinungen" im zugehSrigen Kreislaufgebiet ffihren. Diese sind gekennzeichnet dureh physiologische Gegenmai~nahmen. Sie sind so gerichtet und abgestuft, d~fi das Gleichgewicht zwiscben Blutbedarf und Blutangebot mSglichst wieder hergestellt wird. Als ,,Drosselungstoleranz" wurde jene kfinstliche mechanische Minderung des arterie]len Zustroms (in Prozenten der Ausgangsdurehblutung) bezeichnet, die die Gegenmai~nahmen, z. B. eine ,,kompensatorische Dilatation" noch wi~hrend der Drosselung selbst, nach Freigabe des Blutstroms eine ,,postolig~mische ttyperi~mie" hervortuft.

Die Methode der Bestimmung der ,,Drosselungstoleranz" machten wit uns derart zunutze, dal~ wir sie nicht als Sehwellenph~nomen, also quantitativ, sondern als alternative Rea]ction beobachteten. Wir stellten, mit anderen Worten, fest, ob die Durchblutung dem Bedarf des untersuchten Gewebsgebietes angepa[3t oder ob sie eine echte ,,~bersehu~durchblutung" war. Die t~uhedurchblutung des quergestreiften Muskels ist unter physiologischen Verh~ltnissen genau ausreichend, d.h. die


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