𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Kunststoffe in der Gelenkendoprothetik

✍ Scribed by Prof. Dr.-Ing. P. Eyerer


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1986
Tongue
English
Weight
605 KB
Volume
17
Category
Article
ISSN
0933-5137

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


iiber 80% alle Gelenkendoprothesen werden derzeit mit PMMA-Knochenzement befestigt. Bei den Reoperationen sind es nahezu 100% (mit fallender Tendenz).

Besonders bei alteren

Patienten hat die von Anfang an feste Knochenzement-Verankerung den Vorteil der schnellen Mobilisierung gegenuber einer zementfreien Befestigung. In jungster Zeit gibt es allerdings auch vereinzelt erfolgreiche zementfreie Implantationen bei alteren Patienten sowie bei Reoperationen. Das Basispolymer fur Knochenzement ist iiberwiegend Polymethylmethacrylat. Eine pulverformige , auspolymerisierte Phase wird mit einer fliissigen, monomeren Phase im Verhaltnis etwa 2 : 1 kurz vor der in vivo-Befestigung der Prothesenkomponenten im Operationssaal gemischt. Initiatoren setzen die Polymerisation im Korper in Gang. Fur die Befestigung von Gelenkendoprothesen hat PMMA-Knochenzement folgende giinstigen bis ausreichenden Eigenschaften (Eigenschaftsunterschiede verschiedener Produkte werden hier bewuSt vernachlassigt): gute Korpervertraglichkeit von PMMA-Zement und dessen Abrieb (Schneider [77]) , E-Modulwerte, die zwischen Spongiosa-und Kortikaliswerten liegen; E-Modul: ideale Laborwerte 3000-5000 Nlmm', klinisch gemischt ohne Blut 1600-1700 Nlmm'; Messungen an explantiertem Knochenzement ergeben etwa 20 bis 50% niedrigere Festigkeitswerte, weitgehend gleichbleibende Eigenschaften (Biegefestigkeit , Harte) uber der Implantationszeit, d. h. keine Alterungsvorgange (Kirschner [78], Eyerer, Jin [79]); Versprodung tritt auf; E-Modul und Zugfestigkeit sinken im ersten Jahr infolge Wasseraufnahme um etwa 10%-15% ab (Miiller gute Festigkeit (bei homogener Struktur), im Korper polymerisierbar bei kurzen Polymerisationszeiten (Operationsdauer!), befriedigende Handhabung bei der Verarbeitung, rasche Belastbarkeit (bereits wenige Tage nach der Operation), Zusatze zumischbar (Antibiotika) (Wahlig [Sl]), Rontgenkontrastierung), jedoch verschlechtern sich manche Eigenschaften , initiale Blutstillung.


πŸ“œ SIMILAR VOLUMES


Kunststoffe in der Gelenkendoprothetik
✍ P. Eyerer πŸ“‚ Article πŸ“… 1986 πŸ› John Wiley and Sons 🌐 English βš– 752 KB

Fortsetzung von Heft 1011986, S. 391 Ansatze fiir Verbesserungen von UHMWPE ## Sy nthese Die Synthesereaktion diirfte wohl der entscheidende Verfahrensschritt zur Beeinflussung der Eigenschaften des Endproduktes sein (Birnkraut, Payer [31]). Er ist aber auch der am schwierigsten zugangliche Teil

Kunststoffe in der Verpackung
✍ Joseph Hansmann πŸ“‚ Article πŸ“… 1974 πŸ› John Wiley and Sons 🌐 English βš– 433 KB

Kurze lnformationen Kunststoffe in der Verpackung Joseph Hansmann 1952 wurde der Kunststoff fur die Verpackung noch so beschrieben [l] : ,,Kunststoffe sind noch recht kostspielig . . ., weshalb sie sich trotz vielfach uberraschend guter Eignung bei uns noch nicht durchgesetzt haben." 1968 hat sich d

Kunststoffe in der Medizin
✍ Prof. Dr. Donald J. Lyman πŸ“‚ Article πŸ“… 1974 πŸ› John Wiley and Sons 🌐 English βš– 702 KB
Kunststoffe in der Zahnmedizin
✍ Dr. Albert Groß πŸ“‚ Article πŸ“… 1979 πŸ› John Wiley and Sons 🌐 German βš– 886 KB