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Kritisches und Experimentelles zur „Empfindungszeit“ Fröhlichs

✍ Scribed by Edgar Rubin


Publisher
Guilford Publishing Inc
Year
1930
Tongue
English
Weight
725 KB
Volume
13
Category
Article
ISSN
0340-0727

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✦ Synopsis


Der Abstand zwischen ~r und a2 soll a genannt werden. Die Zeit, a welche der Spalt S braucht, um sich yon ~i his c% zu bewegen, ist ~, wo, wie gesagt, V die Geschwindigkeit der Spaltbewegung ist. Fr~hlich ist der Ansich~, dab a_ auch ein MaB der Empfindungszeit (EZ) ist. V ,,Als Empfindungszeit... (wird) jene Zeit bezeichnet, welche zwischen der Einwirkung eines Sinnesreizes und dem Auftreten der damit verknfipften Empfindung vergeht" (a. O. S. 1). Fr6hlich 1/iISt seine Versuchspersonen die Auftauchungsstelle a~ durch eine verschiebbare Marke angeben; er kann dann auf einem Mal~stab die GrSl~e von a ablesen und berechnet dann EZ ~--.

Auf diese Weise untersucht er V den EinfluB von Netzhautstelle, Adaptationszustand, Reizintensitit, Spaltbreite, Spaltgeschwindigkeit usw. auf die ,,Empfindungszeit,' (EZ).

Auf S. 26 des Buches steht: ,,Viele Beobachter, welchen die Tatsache der Verschiebung vorgeffihrt wurde, waren ohne weiteres bereit, sie als Ausdruck der EZ ~nzusehen; andere Beobachter stellten einen Zusammenhang der Verschiebung mit der EZ in Abrede oder zweifelten, dal~ aus der Verschiebung der absolute Wert.der EZ bereehnet werden k6nnte." G.E. Miiller und W. Wirth haben sich in der Literatur abweisend ge/~ul~ert. Aber Fr6hlich lil~t sich hiervon nicht beeinflussen. ,,Eine ablehnende Haltung der Psychologen erscheint verstindlich, da die experimentelle Psyehologie seit mehr als 6 Jahrzehnten vergeblich bemfiht war, die EZ zu messen."

Ffir das Studium des Ph/s hat es nicht geniigend Interesse, hier die yon FrOhlich angegebenen, ziemlich komplizierten und kiinstlichen Begrfindungen seiner Auffassung, die mitunter etwas Richtiges enta halten, zu analysieren. Wir wollen die Auffassung vonFrShlich, EZ --V' endgiiltig widerlegen durch eine Untersuchung von Tatsachen. Nur eine fehlerhafte Begriindung, die nach meiner Erfahrung sich ziemlich leicht meldet, wenn man sich das Ph/inomen ansieht, soll behandelt werden.

,,DAB die Linie erst bei c% auftaucht, kommt daher, dal3 Zeit vergeht zwischen dem Zeitpunkt, wo der Spalt bei ~l als Reiz, und dem Zeitpunkt, wo die Linic als Empfindung zu wirken anf/~ngt. Im zweiten Zeitpunkt, wo die Linie auftaucht, befindet sich der Spalt bei cr deshalb sieht man sie auch hier auftauchen." Oder ktirzer: ,,Es nimmt Zeit, ehe der Spalt als Empfindung zu wirken anf/~ngt, und withrenddessen ist er welter im Ausschnitt vorgeschritten.


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Bemerkungen zur Erwiderung Fröhlichs
✍ Edgar Rubin 📂 Article 📅 1930 🏛 Guilford Publishing Inc 🌐 English ⚖ 232 KB

Ich halte reich an die ~uflerungen Fr~hlich8 in der Mitte seiner Erwiderung, die mit den Worten anfangen: ,,Die zweite Versuchsreihe Rubin8..." und 28 Zeilen weitergehen. ])as iibrige scheint mir mit der Sache des Pihl-Fr6hlichschen Ph~nomens zu wenig zu tun zu haben. Fr6hlich meint behaupten zu k6