𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Koordinationschemie von Aluminium, Gallium und Indium an Übergangsmetallen

✍ Scribed by Roland A. Fischer; Jurij Weiß


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1999
Tongue
English
Weight
704 KB
Volume
111
Category
Article
ISSN
0044-8249

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Komplexe mit M-E-Bindungen zwischen d-Metallen (M) und den Erdmetallen Aluminium, Gallium, Indium und Thallium (E) haben eine lange Tradition. Schon Hieber, Wegbereiter der systematischen Metallcarbonyl-Chemie, berichtete im Jahre 1942 über die Hochdruckcarbonylierung einer Mischung von feinverteiltem Indium und Cobalt zu [In{Co(CO) 4 } 3 ]. [1] Das Vorliegen von Zwei-Zentren-zwei-Elektronen-Bindungen, s(In-Co), wurde später von Robinson und Schussler kristallographisch bestätigt. [2] Seitdem wurde diese Chemie durch unterschiedliche Zielsetzungen immer wieder neu stimuliert. In direkter Beziehung zur Olefinpoylmerisation mit Ziegler-Natta-Katalysatoren gewannen zuerst Komplexe von d-Metallen und Aluminium Bedeutung. Im Jahre 1960 berichteten Natta et al. über ein rotes, diamagnetisches Produkt, das sie bei der Umsetzung von AlEt 3 mit [Cp 2 TiCl 2 ] erhalten hatten [3] und das ursprüng-lich dem obigen In-Co-Komplex entsprechend als Komplex mit einer kovalenten Ti-Al-Bindung aufgefaût wurde. [4] Typisch für M/Al-Komplexe sind jedoch Brückenstrukturen M-X-Al (X Cl, H, CO, CR n ) und das Fehlen von kovalenten M-Al-Bindungen. [5±7] Aus der Chemie der Metallbasen, in der Verbindungen des Typs ER 3 (R Alkyl, Aryl) als Sonden für Lewis-basische Zentren fungierten, [8±10] stammt der erste Komplex mit einer M-Al-s-Bindung, nämlich das Lewis-Säure-Base-Addukt [Cp(CO) 2 FeAlPh 3 ] À . [11] Seit der Entdeckung der Fischer-Carben-und -Carbinkomplexe [12] gilt der Koordinationschemie und den Bindungsverhältnissen carbenanaloger oder ± zutreffender ± ¹isovalenzelektronischerª Fragmente der höheren Homologen des Kohlenstoffs sowie benachbarter Hauptgruppenelemente ungebrochenes Interesse. Zwei aktuelle Beispiele dafür sind die Fe-Ge-und Fe-Ga-Komplexe [Cp*(CO) 2 FeGeMe 2 -(dmap)] (dmap 4-Dimethylaminopyridin) [13] und [(CO) 4 -FeGaAr*] (Ar* 2,6-Bis(2,4,6-triisopropylphenyl)phenyl). [14] Ogino et al. diskutieren eine Fe-Ge-Doppelbindung, Robinson et al. sprechen von einer Fe-Ga-Dreifachbindung. Das kationische FeGe-System von Ogino ist analog zum neutralen Galliumkomplex [Cp(CO) 2 FeGaR 2 (py)] (R h 1 -C 5 H 4 Me), [15] der neutrale Fe-Ga-Komplex von Robinson entspricht formal


📜 SIMILAR VOLUMES


Sesquialkoxide von Gallium und Indium
✍ Soheila Chitsaz; Effat Iravani; Bernhard Neumüller 📂 Article 📅 2002 🏛 John Wiley and Sons 🌐 German ⚖ 121 KB 👁 1 views

Treatment of GaMe 3 with one equivalent of HO c Hex in toluene at 20 °C leads to [Me 2 GaO c Hex] 2 (4) under evolution of methane. The reaction of InMe 3 with two equivalents of HO c Hex leads under similar conditions not to [MeIn(O c Hex) 2 ] n but to the sesquialkoxide [In{Me 2 In(O c Hex) 2 } 3