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Keimbildung bei der elektrolytischen Metallabscheidung

✍ Scribed by Prof. Dr. R. Kaischew


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1967
Tongue
German
Weight
900 KB
Volume
39
Category
Article
ISSN
0009-286X

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✦ Synopsis


Institut fur Physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften in Sofia (Bulgarien) Die Keimbildungsvorgange bei der elektrolytischen Metallabscheidung lassen sich mil Hilfe der elektrochemischen Impulsmelhoden, die es gestatten, die Keimbildungszeit in Abhangigkeit von der Uberspannung zu messen, sehr genau verfolgen. Mikroskopische Beobaciitungen geben weitere Aufschlusse uber die Morphologie. Es werden neue Vorstellungen uber den Mechanismus der Keimbildung und das Wachstum der Kristalle auf Grund der MeBeryebnisse diskutiert.

Die kathodische Abscheidung von Metallen durch Elektrolyse waRriger Losungen oder Schmelzen liegt vielen wichtigen technischen Verfahren zugrunde, z. B. der Herstellung galvanischer Uberziige, der Metallgewinnung in der Elektrometallurgie, der Elektroraffination der Metalle. Die Fortschritte auf diesen Gebieten hangen eng mit der Vertiefung unserer Kenntnisse uber den Mechanismus des Grundvorganges zusammen, den man gewohnlich als Elektrokristallisation bezeichnet. Daher sollen hier einige Fragen der Theorie dieses Vorganges und die experimentellen Moglichkeiten seiner Erforschung diskutiert werden.

Jeder Kristallisationsvorgang, so auch die elektrolytische Metallabscheidung, verlauft im allgemeinen in zwei aufeinanderfolgenden Schritten: 1 .) der lokalen Keimbildung und 2.) dem Wachstum der einmal entstandenen Keime. Beide Vorgange konnen grundsatzlich nur bei endlicher Ubersattigung gegeniiber der sich abscheidenden Phase ablaufen. Bei der Elektrokristallisation manifestiert sich diese Ubersattigung durch eine Uberpolarisation, die als ,,Kristallisationsuberspannung" oder kurz als ,,Uberspannung" bezeichnet wird.

ErfahrungsgemaR erfordert der erste Schrittdie Keimbildungeine vie1 groDere Ubersattigung als der zweite, da die Aktivierungsenergie fur die Auslosung der Keimbildung relativ groD und die fur das Kristallwachstum verhaltnismaDig klein ist.

') Vortrag bei der Dechema-Jahrestagung in Frankfurt a. M.


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