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Erkrankungen des Fettstoffwechsels

✍ Scribed by Spengel, F. A.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1982
Weight
464 KB
Volume
84
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


Erkrankungen des Fettstoffwechsels *

VmEA. S p e n g e l ;'* Aus der Medizinischen Poliklinik der Uniuersitat Miinchen

Die Homiiostase des Fettstoffwechsels kann durchmindestens 3 Faktoren aus dem Gleichgewicht gebracht werden: 1. durch Synthesestorungen eines oder mehrerer Anteile der Lipoproteine, 2. durch Abbaudefekte eines oder mehrerer Anteile der Lipoproteine und 3. durch uberschiissige Aufnahme von Fetten. Es gibt sowohl primare (erbliche) Erkrankungen des Fettstoffwechsels als anch sekundare (envorbene), die im Rahmen anderer Grundkrankheiten (2. B. Diabetes mellitus, Hypothyreose u. a.) auftreten konnen. Manunterscheidet Hyper-und Hypolipoproteinamien. Die klinisch bedeutsameren Hyperlipoproteinamien werden nach einer WHO-Klassifizierung eingeteilt. Von besonderer Bedeutung als Modellfall und wegen des hohen Koronar-Risikos und des relativ hiiufigen Vorkommens ist die familiire Hypercholesterinimie. 60% der betroffenen Manner und 16% der Frauen sterben bis zuin 50. Lebensjahr am Herzinfarkt. Die Untersuchung von Hautfibroblasten dieser Patienten zeigen einen reduzierten oderfehlenden Besatz an Rezeptoren fur low-density-Lipoprotein (LDL), in vivo Studien eine Verlangsamung des Abbaus durchverminderte Rezeptortatigkeit. Weitere Formen primarer (erblicher) Fettstoffwechselstorungen sind die seltene familiare Hypertriglyceridamie, A-P-I,ipoproteinamie, Hypo-P-Lipoproteinamie, high-density-Lipoprotein-Mangel, Lecithin-Cholesterol-Acyl-Transferase (LCAT)-Mangel und andere. Die sekundaren (erworbenen) Fettstoffwechselstorungen werden meist durch eine vermebrte Synthese der very-low-density-Lipoproteine vernrsacht (2. B. bei Diabetes mellitus) oder durch eine Abhauverlangsamung (2. B. bei Hypothyreose). Bei derseltenen primaren biliiiren Zirrhose entsteht durch UberschuB an Lecithin und Gallensauren das pathologische Lipoprotein-X. Das sensible System des Auf-und Abbaues von Lipoproteinen ermoglicht es, den Serumcholesterin-und Triglyceridspiegel auch bei unterschiedlichen Emahrungsbedingungen moglichst konstant zu halten. Im wesentlichen wird diese Homoostase durch zwei Mechanismen erreicht : 1. durch Regulation der zelleigenen Cholesterinsynthese nach exogenem Angebot, 2. durch Speicherung bzw. Mobilisierung von Triglyceriden im Fettgewebe. Dieses Gleichgewicht stellt fur den Korper eine wichtige Funktion dar: Zum einen sol1 ein ausreichendes Angebot an Cholesterin fur den Membranaufbau und die Hormon-bzw. Gallensaurensynthese aufrecht erhalten werden, zum anderen mu8 vor allem wegen der Folge eines erhohten Cholesterinspiegels, der Atherosklerose, eine Uberschwemmung des Korpers mit Cholesterin verhindert werden. T r a n s p o r t v o n C h o l e s t e r i n u n d T r i g l y c e r id e n i m B l u t Der Transport von Cholesterin und Triglyceriden im Blut, seien sie im Korper synthetisiert oder mit der Nahrung aufgenomrnen, wird durch Lipoproteine vorgenommen, die die Fette ,verpacken" und somit transportfahig machen. Die Lipoproteine beziehen ihre Namen aus ihrem, durch GroRe und Gewicht bestimmtenverhalten bei der Ultrazentrihgation. Man unterscheidet Chylomikronen, VLDL (very low density Lipoproteins), LDL (low density Lipoproteins) und HDL (high density Lipoproteins). Mit der Nahrung aufgenommene Triglyceride werden vom Darm resorbiert und in Chylomikronen in der Lymphe in die Blutbahn gebracht. Von der Leber synthetisierte Triglyceride werden in * Vortrag anlaBlich des Symposiums iiber ,,Fette in der Ern&rung" in Miinchen a m 13. Mai 1982.


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