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Elektromyografische Untersuchungen über den Einfluß von Operationen an der Wirbelsäule auf die Muskelfunktion

✍ Scribed by A. Braunsfurth; J. Kallitzas


Publisher
Springer
Year
1975
Tongue
English
Weight
537 KB
Volume
82
Category
Article
ISSN
1434-3916

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✦ Synopsis


Eingegangen am 9. Dezember 1974 Electromyographic Studies over the Influence of Surgical Procedures of the Vertebral Column on Muscle Function Surns~ary. Electromyographie examinations of the paravertebral muscles were performed on patients after operation of the spine. It was demonstrated that injuries of the paravertebral muscles ocurred in relation to the different grade of intra-operative damage of the dorsal spinal nerves. Zusammen/assung. Es wurden elektromyografische Untersuchungen der Rückenmuskulatur an Patienten durchgeführt, bei denen unterschiedliche Wirbelsgulenoperationen durchgeführt worden waren. Es konnte gezeigt werden, daß bleibende Schäden der l~üekenmuskulatur in Abhängigkeit von der intraoperativen Verletzung der Rami dorsales der Spinalnerven auftreten. Bei jedem opcrativen Eingriff, bei dem ~[uskulatur durchtrennt wird, treten lokale Muskelschädigungen auf infolge der Gewebedurchtrennung oder lokaler Quetschung. Werden bei dem Eingriff auch die nervösen Versorgungsleitungen der Muskulatur verletzt, können sich über den Eingriff hinausreichende Muskelfnnktionsstörungen entwickeln. Untersuchungen über den Einfluß von operativen Freilegungen an den Extremitäten wurden bereits von Rosemeyer durchgeführt. Diese Arbeit soll klären, inwieweit iV[uskelschädigungen von vorübergehender oder dauernder Art bei Wirbelsguleneingriffen auftreten. Dazu wurden insgesamt 38 Patienten untersucht, bei denen in der Zeit von 1971 bis 1973 Nucleotomien, Skolioseoperationen nach Harringeon und dorsale bzw. dorsolaterale Spondylodesen durchgeführt worden waren. Die Aufteilungen nach den einzelnen Operationen zeigt die Tabelle 1. Die Untersuchungen erfolgten mit dem Disa-Elektromyografen unter Verwendung von konzentrischen Nadelelektroden. Wird Muskulatur gequetscht oder von ihrer nervösen Versorgung abgeschnitten, so treten Denervierungspotentiale auf. Nach einer Unterbrechung der Nervenfaser entwickeln sich nach 10 bis 20 Tagen spontane Aktionspotentiale von kurzer Dauer (0,5--3 msec) und niedriger Spannung (50--200 MV) in der völlig entspannten Muskulatur, sog. Fibrillationspotentiale. * Durchgeführt mit Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.


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