Electrische Anomalie und chemische Constitution
โ Scribed by P. Drude
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1897
- Tongue
- English
- Weight
- 475 KB
- Volume
- 296
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-3804
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โฆ Synopsis
Electrieche Anoona2.le und chevn4sche Cone&itutiorr; v o n P. D r u d e . (Aus den Ber. der Bgl. sschs. Gesellsch. d. Wissensch., math.-phys. Klasse 1896, p. 431, mit Zusfitzen mitgetheilt vom Verf.) Fur gewisse Fliissigkeiten habe ich, wie ich friiher l) mittheilte, gefunden, dass sie fur schnelle electrische Schwingungen anomale Absorption besitzen, d. h. eine vie1 grossere Absorption, als der electrischen Leitungsfahigkeit der Fliissigkeit fur constante Strome entprechen wurde. So ist z. B. das Absorptionsvermogen des Amylalkohols fur electrische Schwingungen, deren Wellenlange in Luft 75 cm betragt, roh geschktzt eben so gross, als dasjenige einer wsssrigen Kupfersulfatlosung von 20000 ma1 grosserer Leitfahigkeit. -Es hatte sich dabei herausgestellt, dass die Karper, welche anomale electrische Absorption zeigen , auch anomale Dispersion ihres electrischen Brechungsexponenten (worunter das Ver-hZiltniss cler Wellenlange der electrischen Schwingung in der
Luft zu der Wellenlange in dem betreffenden Korper verstanden wird) besitzen, d. h. der electrische Brechungsexponent variirt zum Theil sehr stark mit der Schwingungsdauer, und zwar in der Weise, dass er fiir schnellere Schwingungen kleiner ist, als fur langsamere. Ich will dieses Verhalten kurz als electrische dnomalie bezeichnen , und die betreffenden Flussigkeiten a l s electrisch anomal, im Gegensatz zu den electrisch normalen Flussigkeiten, welches jenes auffhllige Verhalten nicht besitzen.
Ich habe nun die Beantwortung der Frage in Angriff genommen :
Welche FIussiglieiten sind electrisch aimmaEP Zunilchst bedarf die Frage noch einer prbiseren Fassung.
Es ist namlich klar, dass fur die verschiedenen Fliissigkeiten 1) Ber. d. Kgl. sfichs. Gesellsch. d. Wissensch., matbphys. K1. 1895. p. 342. 348. -Abhandl. d. Kgl. sscha. Gesellsch. d. Wissensch., math.phys. KI. 23. p. 1. 1896. -Wied. Ann. 66. p. 652. Anm. 1. 1895. -68. p. 1. 1896.
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7 Des Verfassers s-Isophenolphtalein(~ ist ja in der That nichts ailderes, als der liingst bekannte Phtalsiiorephenylester (vgl. diese Berichte 2s, 431).
Zeitsclirift fiir Chcmie 1866, E. 24 ff. \*a) l'rcccedings of the Eoynl Society XVII, 212.
Die von mir entwickelte \*) Constitutionsformel der Harnsaure lafst sich mit allen bekannten Verwandlungen dieser Saure leicht in Einklang bringen, ausgcnommen mit der von S t ii d e 1 e r \*\*) gegebenen Formel โฌ5H10N1C16. Eben so wenig konnte W. G i b b s \*\*\*) seine Constitutionsformel der Harn