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Einige Derivate der Maltose und Glucose

✍ Scribed by Freudenberg, K. ;v. Hochstetter, H. ;Engels, H.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1925
Weight
516 KB
Volume
58
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


IDlnfge Derivete der Mibltoae und Gluooee. [Aus d. Chem. Institut d. Techn. Hochschule zu Karkuhe.] (Eingegangen am 21. Februar 1925.)

Bis vor kurzem waren zwei Heptacetyl-chlormaltosen bekaqpt, eine bei 66-680 schmelzende von E. Fischer und E. F. Armstrongl), fern= eine weniger gut beschriebene von R. Forg2) sowie R. Behrend und G. Schliephackea), die bei 118-12o0 schmilzt. Beide entsprechen in ihrem Verhalten, wie wir uns durch eigenen Augenschein iiberzeugt haben, den gewohnlichen Aceto-halogen-zuckern vom %us der Aceto-bromglucose. Ihre Verschiedenheit konnte durch a, p-Isomerie am Kohlenstoffatom I erkliirt weden ; dalj sie beide dasselbe Heptacetyl-methyl-maltosid liefern, und zwar das butenylenoxydische Derivat der p-Reihe4), steht nicht in1 Widerspruch mit dieser Annahme, die allerdings auch nichtr bewiesen ist, wie R. Behrend und G. Schliephacke mit Recht betonen. Immerhin legt die Entstehung des genannten H ep t a c e t yl--methyl-m a1 t o s i d s den Schlulj nahe, da13 auch h i d e Chloride dem Butylenoxyd-oder (1.4)-Typ angehBren.

Neben diesen beiden Chloriden haben vor einigen Jahren K. Freudenberg und 0. Ivers3) eine weitere, schtin krystallisierende Aceto-chlormaltose vom Schmp. 112-1140 beschrieben, die sich durch die ganz a d e rordentliche Reaktionsfagkeit ihres Chloratoms auszeichnet. Sie entsteht atis Octacetyl-maltose durch die Einwirkung .van atherischem Chlorwasserstoff und konnte wegen ihrer grol3en Empfindlichkeit durch Umkrystallisieren nicht weiter gereinigt ,werden. Die Analyse gestattete keine scharfe Unterscheidung zwischen einer Heptacetyl-und Octacetyl-chlormaltose; der fur eine Heptacetylverbindung ein wenig zu niedrige Chlorgehdt lief3 eher auf ein Octacetylderivat schli&en, das durch Anlagerung von Chlomasserstoff an Octacetyl-maltose entstanden sein konnte. Diese mit Vorbehalt ausgesprochene Vermutung miissen wir jeht fallen lassen, nachdem die Acetylbestimmung6) ergebgn hat, d d hochstens 7 Acetylgruppen vorhanden sind. Das Defizit an Chlor ist auf eine nie ganz zu vermeidende Beimengung von H e p t acetyl-maltose zuriickzufiihrea. Tatsachlich stimmen die Analysenergebnisse mit einer f iir solche Produkte ausreichenden Genauigkeit auf Heptacetylchlormaltose, der einige Prozente Heptacetyl-maltose beigemengt sind. Die neue Heptacetyl-chlormaltose ist in festem Zustande bei AusschlufA. der Luftfeuchtigkeit recht bestandig, aber in feuchter Losung verwandelt sie sich rasch in die bekannte Heptacetyl-maltose. Mit Methanol entsteht in Gegenwart von Pyridin ein krystallines Heptacetyl-methylmaltosid, das verschieden ist von dem eingangs erwiihnten und sich auch durch eine besonders leichte Hydrolysierbarkeit von ihm unterscheidet . Das zugehorige freie Methyl-maltosid wird mit wasserfreiem Ammoniak l) B. 34, 2895 [IgOI]. 36, 840 :1902]. ' 1 23, 44 [IgOzI. 8 ) A. 377, 186 [I~IO]. 6, B. 66, 932 und 941 [IQzz]. 8 ) nsch dem hierfiir geeigneten Verfahren von 11. Freudenberg und M. Harder 4, E. Fischer und E. F. Armstrong, a. a. 0. A. 483, 230 [1923].

aus seiner Acetylverbindungp erhalten and geht dueh vorsichtige Aeetylierung wieder in diese iiber. 6s iSt v e r a n Vim dem @-M&hylmalt&d E. Fischers und 33. F. Atmstr.sngs7), das d i n g s t 8. MelfericL md J. Beckere) krystallin erhalten konntm. 233 i?3t @i& fwbloser Simp, der schon durch die Saure der Caboratoriuinshft, wie am& dmch kalte verd.

Bsigsaure in Prod&e verwaadelt wiM, dk Fdh&gs&eI&atng reduzieren.

Mit Athylalkohd bildet das Cblbrid &r

Hsptacetyl-athylmaltosid, mit S i l b e e t a t ein amn&rphes Prodtikt, vermrnch eine Ockace t y 1-m a1 t ose.

Unser Methyl-maltosid nebst Seiner Acetylvetbindung, sowie die n e w Heptacetyl-chlormaltose, der wir nicht ohne Grund eine adere Zugehijrigkeit zuschreiben Snkhten, konnten in die a-Reihe vom ButylenoXyd-Qpus eingeordnet werden. Aber abgesehen davon, dai3 alsdann eines der beiden Zlteren Chloride &en Platz i m System verlijre (w ist zwar zweif&aft), bwsen d e Eigenschaften umierer Maltose-Derivate auf ehen tiiefgreifendep Vnter&ed von den butylenoxydischen Zuckerderivaten schE&.

Ufaser Methyi-maltosZd e r b e r t am meisten an die nkht-furdden, sog, y-Gludde 7) a. a. 0. lo) Xiit R. M. Hixon, B. 56, 2119 [1g23]. a) A. 440, 17 [rg24]. *) B. 67, 1965 [Ig24]. %l) H. 188, r25 [1923].


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