Die von C a n n i z z a r o aufgefundene, unter der Einwirkung wapriger Alkalien erfolgende Disproportionierung der Aldehyde zu aquivalenten Nengen Alkohol und Carbonsaure, bildet die klassische und zngleich charakteristische Methode zur Darstellung der aromatischen Alkohole. Die Methode besitzt des
Eine Methode zur Isolirung von Aldehyden und Ketonen
β Scribed by Neuberg, C. ;Neimann, W.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1902
- Weight
- 564 KB
- Volume
- 35
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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β¦ Synopsis
2049 Dern Kohlenwasserstoff gebe ich diese Constitution, einmal weil, wie oben gezeigt, die doppelten Bindungen nicht benachbart stehen kijnnen, ausserdem weil wir zweifellos eine Analogie mit dem Uebergang von Tanaceton in Isothujon haben. Die weitere Untersuchuiig wird hidriii. er Aufklairnng geben. Wir besitzen in dier;em Koblenwasserstoff den ersten Fiinfring mit zwei doppelten Bindungen, und zwar mit den1 IJimonentypus des Sechsringsystems. S a b i n e n a I k o h o 1, Cg 1316 0. Eleducirt man das Sabinenketon, C g H 1 4 0 , in bekannter Weise tnit Katrium und Sllcobol, so erhalt man einen Alkohol, dessen Analysen auf C & R I 6 0 hinweisen. Daneben entsteht zweifellos CsHls 0.
Wir hatten demnach den ersten bekannten Fall, dass sich ein Dreiring. der nrhen einer Ketogruppe steht, analog verhalt einer doppelten Bindung, dass also auch hierin grosse Analogie besteht in den Bindungsrerhaltniesen eines Dreirings und einer doppelten Bindung. Die Untersuchung fiber diese Verhaltnisse wird fortgesetzt.
J3ei dem Versuch, den Alkohol C9H16O mit Bichromat und Schwefelsaure ruckwarts zum Keton zu oxydiren, wurde nur wenig KetoL erhalten, der grosste Theil wurde durch die SIure in obigen lhhknwasserstoff Cg H i 4 verwandelt.
G r e i f . s w a l d , im Mai 1902. 835. C. Neuberg und IN. Neimann: Eine Methode zur Isolirung von Aldehyden und Ketonen. ( h u a i l a ~ cLemischen Labor. des Patholog. Instituts der Universitat Berlin.) [Tr,gatragen in der Sitzung am 20. Jnnuar von Hm. C . Neutrerg.] (Eingegangeu am 27. Mai 1902.) Die iiblichen Verfabren zur Abscheidung von Aldebyden und Ketorien, wie Ueberfuhrung in Hydrazone, Oxime, Bisulfit-oder Snimonisk-Verbindungen etc., beruhen auf der Krystallisationsfahigkeit oder Destillirbarkeit der Condensationsproducte. I m Folgenden beachreiben wir eine Methode, die frei von diesen Voraussetzungen ist; Hie griindet sich auf die Fahigkeit der T h i o s e m i c a r b a z o n e genailnter Substanzen, (R')(R)C:N.NH.CS.NHs, niit einer Reihe von Sclwermetallen unlosliche Salze zu bilden. Der Vortbeil dieses Verfahrens iiegt darin, dass die Thiosemicarbazonesie magen fest oder fliissig seinselbst nicht isolirt zu werden brauchen, dass sie in Foim dttr Metalisalze aus Gemischen mit anderen Substanzen ab-
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