Ein neuer Weg zu 3-substituierten Phthalimidinen
β Scribed by Kranz, Joachim
- Book ID
- 102785422
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1967
- Tongue
- English
- Weight
- 507 KB
- Volume
- 100
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
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β¦ Synopsis
Aus der Farben-Abteilung der Badischen Anilin-& Soda-Fabrik AG, Ludwigshafen am Rhein (Eingegangen am 29. Dezember 1966)
Aus Phthalsaure-dinitrilen werden unter den Bedingungen der Imidsaureester-Synthese 3-Imino-phthalimidin-hydrochloride (1, 4) erhalten. Diese rcagieren rnit aktiven Methyl-und Methylengruppen unter Abspaltung von Ammoniumchlorid spontan zu den entsprechenden 3-substituierten Phthalimidinen (6-8, 10, 11). Es wird uber das Verhalten dieser Verbindungen bei der alkalischen Hydrolyse berichtet.
Im
Rahmen unserer Synthesen mit Imidsaureestern 1) wurden auch Phthalsauredinitrile rnit alkoholischer Salzsaure umgesetzt. Dabei zeigte sich, daB in Gegenwart geringer Mengen Wasser, unabhangig vom angewandten Alkohol, in guter Ausbeute und Reinheit 3-Imino-phthalimidin-hydrochloride 1 (I -0xo-3-imino-isoindo1in-hydrochloride) entstehen. a'" -ROH/HlO R CN HC' R Der RingschluB zum freien 3-Imino-phthalimidin (3) gelang erstmals Braun und Tcherniac 2) durch Erhitzen von 2-Cyan-benzamid (2). Elvidge und Linstead3) fuhrten 2 und 3 mittels alkoholischer Salzsaure in 4 iiber, um ein Reaktionsprodukt zu identifizieren, das aus Phthalsaure-dinitril in absolut-alkoholischer Salzsaure entstanden war. Dieses als ,,Bisimidsaureester-dihydrochlorid" bezeichnete Rohgemisch lieferte beim Umkristallisieren aus n-Butanol 3-Imino-phthalimidin-hydrochlorid (4). Dieses entsteht auch bei der sauren Hydrolyse von Alkoxy-imino-isoindoleninen 5, die aus Phthalsaure-dinitril und Alkohol in Gegenwart basischer Katalysatoren leicht zuganglich sind4). Durch ihren ausgepragten elektrophilen Charakter sind 3-Imino-phthalimidinhydrochloride 1 in besonderem MaBe befahigt, mit nucleophilen Partnern spontan zu reagieren. Bekannt sind die Umsetzungen rnit Anilin zu 3-Phenylimino-phthalimidin (l-Oxo-3-phenylimino-isoindolin)3~ oder rnit aromatischen Diaminen zu konjugierten Makrocyclen3S), die als Modelle fur Phthalocyanine dienten.
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