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Eigenfrequenzmessungen in der Praxis am Beispiel von Glockentürmen

✍ Scribed by Leiter Fachbereich Baudynamik Wolfram Kuhlmann


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2006
Tongue
German
Weight
91 KB
Volume
83
Category
Article
ISSN
0932-8351

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✦ Synopsis


mindestens 10 % betragen soll, ist eine Veränderung der Eigenfrequenz von wenigen Prozent bereits von großer Bedeutung. Vernachlässigt man die mögliche Eigenfrequenzabnahme, müßte man, um auf der sicheren Seite zu liegen, einen Resonanzabstand von ca. 15 % einhalten, was häufig schwer zu realisieren ist. Da ein ausreichender Resonanzabstand zwischen Erregerfrequenzen und Eigenfrequenz die Sicherheit des Turms im kritischsten Fall gewährleisten soll, ist im Idealfall die Eigenfrequenz des Turms unter den Schwinggeschwindigkeiten zu bestimmen, die auch beim gleichzeitigen Läuten aller Glocken auftreten. Allerdings dürfen bei der Messung der Eigenfrequenz die Glocken nicht geläutet werden, da die Glockenerregerfrequenzen sonst die Ergebnisse dominieren und die Eigenfrequenzen in diesem Fall nicht genau ermittelt werden können. Die für die Praxis relevante Fragestellung ist somit: Wie kann der Turm zur Ermittlung der Eigenfrequenzen zu möglichst großen Schwingungen angeregt werden? Für die weiteren Berechnungen, z. B. für die Ermittlung der Auswirkungen beim Einbau eines geplanten Geläutes [4], [5], [6], muß dieser Basiswert zuverlässig bestimmt werden. Die Frage der Anregung zu Schwingungen stellt sich analog auch bei Hochbauten oder Sonderbauwerken, wie z. B. Talsperren [1], Brücken, Tribünen, Masten, Schornsteinen etc., deren Eigenfrequenzen z. B. für den Nachweis der Erdbebensicherheit bestimmt werden müssen.


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