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Dünnschichtchromatographische Bestimmung von Rückständen der Fungizide Captan und Phaltan

✍ Scribed by Engst, R. ;Schnaak, W.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1967
Tongue
English
Weight
477 KB
Volume
11
Category
Article
ISSN
0027-769X

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✦ Synopsis


Pestizid-Riickstande chromatographische Bestimmung Es w i d eine dllnnschichtchromatographische Methode zur Bestimmung von Phaltanund Captan-Riicksttinden in Ernteprodukten beschrieben, die auf dem visuellen Fleckenvergleich der Wirkstoffmengen beruht. Die auf dem Diinnschichtchromatogramm nachweisbare geringste Menge betriigt o,rpg Captan und 0.15pg F'haltan. Mengen ab etwa 0,15 pg lassen sich quantitativ auswerten. Nach der gegebenen Vorschrift lassen sich Riickstandsmengen zwischen I und 10 pprn nach Extraktion mit Chloroform ohne zusiitziiche Extraktreinigung bestimmen, bei zusstzlicher Anwendung der Acetonitril-Hexan-Verteilung auch Rfickstande unter I ppm. Die statistische Auswertung der Beleganalysen ergibt im Mittel flir alle untersuchten Obst-und Gemiisearten eine Standardabweichung von 14%. Die durchschnittliche Wiederauffindungsquote liegt bei 99%. An freilandbehandelten Erdbeeren wurde nachgewiesen, da5 die bei sachgemM3er Behandlung noch vorhandenen Rtickstande an Captan und Phaltan zum Erntezeitpunkt weit unter der zuhsigen Toleranz liegen (0.1 ppm und darunter). Die giinstigste fungizide Wirkung von Captan (N-Trichlormethylthirahydrophthalimid) und Phaltan (N-Trichlormethylthiophthalimid) hat zu einem steigenden Einsatz dieser Wirkstoffe im Pflanzenschutz gefiihrt. Sie werden heute in gro5em Umfange zur Bekampfung z. B. von Obstschorf, Grauschimmel und Monilia-Fruchtfaule sowie gegen Tomatenphytophthora angewendet. F'haltan w i d darilber hinaus mit Erfolg im Weinbau gegan den Befall mit Peronospora und echtem Mehltau eingesetzt. Bemerkenswert erscheint die Feststellung, daO durch die in Frage stehenden Wirkstoffe die assimilatorische Leistung der Pflanzenzellen erh6ht [11 und die Vegetationsperiode der Obstbaume veryingert wird [ z ] . Die akute orale Toxizitat des Captan ist mit einem LD,,-Wert von 10000 mg/kg Ratte [ z ] au5erordentlich niedrig; Phaltan ist noch gtinstiger zu beurteilen. Die auf Lebensmitteln zuliissigen Riickstande werden demach, soweit bereits festgelegt, recht hoch angegeben; in den US.% sind sie auf 100 pprn begrenzt, in Canada in Abhlngigkeit vom Lebensmittel auf 15 bis zoppm. Ausgehend von der Erwagung, da5 nicht nur die akute Toxizitat far die Toleranzfindung maDgebend ist, sondern auch die technische IJnvermeidbarkeit der Rllckstande, wurden in einer DDR-Empfehlung [3] die zulbsigen Restmengen dieser Fungizide f8r Obst und Gerntise auf 10 ppm begrenzt. Diese Festlegung beriicksichtigt zudem zusatzlich die Tatsache, daB Riickstande nicht fiir sich dein, sondern gleichzeitig mit vielen anderen Fremdstoffen Itber die Emahrung die menschliche Gesundheit belasten. Captan-und Phaltanriickstande auf Ernteprodukten werden vonviegend colorimetrisch bzw. spektralphotometrisch bestimmt. Die Farbstoffbildung erfolgt durch Reaktion mit Diathanolamin in athanolischer bzw. acetonischer Lasung [4, 51 oder aber durch einfache Behandlung mit Alkali [6]. Eine gute Empfindlichkeit zeigt die Pyridin-Alkali-Reaktion, nach


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