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Diiodtetrasupersilylcyclotetrasilen (tBu3Si)4Si4I2 – eine Verbindung mit ungesättigtem Si4-Ring

✍ Scribed by Nils Wiberg; Harald Auer; Heinrich Nöth; Jörg Knizek; Kurt Polborn


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1998
Tongue
English
Weight
124 KB
Volume
110
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


Vor einigen Jahren konnten wir mit dem orangefarbenen Tetrasupersilyl-tetrahedro-tetrasilan R* 4 Si 4 1 erstmals eine molekulare Siliciumverbindung mit einem Si 4 -Tetraedergerüst synthetisieren (R* Tri-tert-butylsilyl, SitBu 3 , Supersilyl). [1] Wie wir damals anmerkten, zeichnet sich 1 durch hohe Thermo-, Photo-, Wasser-sowie Luftstabilität aus und läût sich mit Natrium selbst in Anwesenheit von [18]Krone-6 in Benzol unter Normalbedingungen nicht reduzieren. Gegenüber Oxidationsmitteln erwies sich 1 in Lösung weniger unempfindlich; doch lieû sich das Tetrahedran zunächst nur zu komplexen Produktgemischen oxidieren. Nun stellten wir fest, daû sich 1 bei Einwirkung von Iod in äquimolaren Mengen bei Raumtemperatur einheitlich in eine Verbindung der Summenformel R* 4 Si 4 I 2 umwandelt, über deren Struktur, Reaktivität und Synthese wir hier berichten. Für R* 4 Si 4 I 2 sind ± falls Wanderungen der Supersilylgruppen bei der Iodierung von R* 4 Si 4 ausgeschlossen werden ± die vier isomeren Strukturen 2 ± 5 (X I) möglich (Schema 1). Ein bicyclo-Tetrasilan vom Typ 2 konnte erstmals durch Masamune et al. in Form des blaûgelben tBu 2 (2,6-Et 2 C 6 H 3 ) 4 -Si 4 nachgewiesen werden (tBu-Gruppen befinden sich an den zentralen Si-Atomen des ¹Si 4 -Schmetterlingsª). [2] Eine weitere Verbindung des Typs 2 konnten wir mit farblosem


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