Die Wirkung des Roßkastaniensaponins Äscin auf den Liquordruck
✍ Scribed by R. Hemmer; E. Diezemann
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1962
- Tongue
- English
- Weight
- 734 KB
- Volume
- 203
- Category
- Article
- ISSN
- 1433-8491
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✦ Synopsis
Die Ro•kastanie (Aesculus hippocastanum) ist im Laufe der letzten Jahre vermehrt in den Bliekpunkt ther~peutischen Interesses ger/ickt. Es ist vor allem der Gesamtextrakt des RoBk~staniensamens, dem bei neurologiseh-neuroehirurgischen Erkrankungen eine g/instige Beeiaflussung der Hirn6deme zugesproehen wird. Uber den Wirkungsmechanismus des Gesamtextraktes ist man sieh nieht g~nz klar. Die Verhfitung eines experimentell erzeugten Hirn6dems dureh vorherige Gabe des Gesamtextr~ktes ~ spricht ffir eine Gef/il~bdichtung, eine Verminderung der Permeabilit/it ffir das toxisehe Agens. So ist aueh der Vorsehlag 1~ eine Behandlung des Seh/ideltraumas mit solchen schrankenabdiehtenden Mitteln einzuleiten, wenn man rechtzeitig der Entwicklung eines I-Iirn6dems vorbeugen will, durchaus einleuchtend. Wie steht es abet nun mit der Beobachtung einzelner Autoren n, dab ein bereits entwickeltes Hirn6dem unter der Gabe des Gesamtextraktes zurfiekgeh$ ? Hier mii$te eher eine Steigerung der Permeabilit/it zu dem raschen Abtransport der Stoffwechselsehlaeken ffihren. Der R/iekgang eines I{irn6dems naeh Venostasinverabreiehung erfolgt nicht fiber eine prim/ire Hirndrueksenkung. Wie wit an anderer Stelle zeigen konnten, resultiert im Gegenteil eine Erh6hung des Liquordruckes. Wir sind deshalb der Meinung, dal] der Gesamtextrakt der t~ol3kastanie prim/ir zu einer vermehrten Durchblutung f/ihr~ und dann fiber den Weg der Beeinflussung der Permeabilit/itsverh/tltnisse zum R/ickgang des 0dems 4. Die vermehrte Durchblutung naeh hoher Dosierung konnte von anderer Seite 5 best/itig~ werden. Unter diesem Gesichtspunkt mul~ die Indikation zur Verabreichung des Gesamtextraktes der RoBkastanie bei hirndrueksteigernden Prozessen enger gestellt werden. Berficksichtigt man die Tatsache, dab die eerebrale Durchblutung bei steigendem Hirndruck yon einer gewissen Grenze an (400--500 mm H20 Liquordruck) abnimmt und auch medikament6s nicht gehoben werden kann, so liegt
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