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Die supramalleoläre Unterschenkelfraktur durch den Skistiefel als Hypomochlion

✍ Scribed by Rupprecht Bernbeck


Publisher
Springer
Year
1960
Tongue
English
Weight
689 KB
Volume
51
Category
Article
ISSN
1434-3916

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✦ Synopsis


Die supramalleoliire Unterschenkelfraktur durch den Skistiefel a|s Hypomochlion * Von ~UPPRECHT BERNBECK Mit 4 Textabbildungen (7 Einzelbilder) (Eingegangen am 17. Olctober 1959)

Der Skilauf hat sich in relativ kurzer Zeit yon den primitiven Anfgngen seiner begeisterten Pioniere zum belibbtestcn Wintersport entwickclt. Dieser erfolgreiche Aufschwung zum ,,Volkssport" wurde erm6glicht durch die Propaganda des Fremdenverkchrs und die handwerklieh-industriellc Produktion der Sehneebretter und Spezialstiefel. Kritisehe Begleiter auf diesem steil emporffihrendcn Wege warcn sowohl die Skilehrer als auch die Sportgrzte. In fruchtbarcr Zusammenarbeit von ,,Aktiven" und ,,Theoretikern" wurden gewaltige Fortschritte der Lauftechnik, des Gcr~ttes sowie der Unfallffirsorge --hinsichtlich eines sachgemi~13en Abtransportes der Verletztcn yore Berge und bezfiglich optimaler sportmcdizinischcr Wiederherstellung --erzielt.

Aber trotz dieser intensiven Bem/ihungen zur Verhiitung von K6rpersch/~den beim Skisport zeigt die Statistik des unfallchirurgischen Materials, dab noch keineswegs medizinisch befricdigcnde Schutzvorrichtungen bestehen und gerade die schwereren Verletzungen noch immer prozcntual zunehmend vorkommen. Als wichtigster Grund ffir diese bedenkliche Tatsache ist zweifellos die allgemeine Abkchr vom beschaulichen Tourenlanglauf durch die winterlich vcrschneite Bergwelt zur rasanten SchuBabfahrt fiber die yon Menschenmassen ausgebfigelten und vereisten Pistenbahnen herauszustellen. Jedoch kann bci n/~herem Studinm der einzelnen Verletzungsarten im Laufe der letzten Jahre --in deutlicher Beziehung zur technischen Entwieklung yon Spezialstiefel und Pa~entbindung --aueh eine auff/~llige Verschiebung des anatomischen ,,locus minoris resistentiac" am Skelet nachgewiesen werden.

Fast jede Sportart hat ihre spcziellen Gefahren mit dementsprechend meist recht typischen Insulten. ])as gilt ganz besonders ffir die Skiverletzungen --hicrbei arbeitet der k/instlich durch die ,,Brettln" enorm verldngerte Hebelarm des Furies sowohl im Sinne der Verdrehung als auch der Ablcnicl~ung gegen die Liingsachse des Untersehenlcels, welche solcher potenzierten Belastung in extremen Situationen dann nicht genfigend Widerstand bitten kann. Als zentrales unfallorthop~disches Problem des Skilaufcns ist somit vor allem die mcchanische Verbindung des Sportgcr/itcs mit dem Beinskelet zu bctrachten:

Urn eine mSglichst exakte und stabile Skiffihrung bei der hochspezialisierten Abfahrtstechnik zu gcw/ihrleisten, wurde die optimale Befestigung der ,,Latten" durch immcr st/~rkere Bindungsmodelle angestrebt. Doch ffihrte dieser Wcg • Herrn Professor Dr. G. Ho~A~ zum 80. Geburtstag gewidmet.


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