Die Molekulschwingungs-Spektren des Naphthalins und seiner Derivate, I. Mitteil.: Darstellung deuterierter Naphthaline and ihre Raman-Spektren [Aus dem Anorganisch-(lhemischen Institut der Universitat Gottingen und dem lnstitut. fur C'hernische Technologie der Technischen Hochschule Braunschweig] (E
Die Struktur und Reaktionsfähigkeit des Naphthalin-Kerns, I. Mitteil.: Die Orientierung in der Reihe des Naphthalins und seiner Derivate
✍ Scribed by Ufimzew, W. N.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1936
- Weight
- 671 KB
- Volume
- 69
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Bei der Substitution in der Benzol-Reihe unterscheidet die klassische Chemie 2 Hauptarten der Orientierung, nach denen der zweite Substituent entweder in orthound p r a -oder in metu-Stellung zum ersten Substituenten tritt . I n Ubereinstimmung hiermit stehen auch die elektro-polaren Theorien iiber die Struktur des aromatischen Kerns. Wesentlich komplizierter ist die Frage der Orientierung in der Naphthalin-Reihe: Die groGere Anzahl der substituierbaren Stellen, die wenig geklarte gegenseitige Beeinflussung der beiden Kerne des Naphthalin-Molekuls, die Abhangigkeit der Orientierung von der Temperatur (besonders beirn Sulfurieren) erschweren die Untersuchung stark. In der vorliegenden Mitteilung beschranke ich mich auf die Priifung der allgemeinen Orientierungs-Regeln, ohne in diese Frage tiefer einzudringen, insbesondere ohne auf den EinfluB der Temperatur Rucksicht zu nehmen.
Bereits 1890 stellten A r m s t r o n g und W y n n e l ) , die die Bildung von Isomeren beim Sulfurieren des Naphthalins einschrankende Regel auf, nach der eine neu eintretende Sulfogruppe niemals ortho-, paraund peri-Stellung zu der friiher eingetretenen einnimmt. Von dieser empirischen Regel sind bis heute nur 2 Ausnahmen bekannt : die Bildung von Naphthylamin-(2)-und Naphthol-(2)-tetrasulfonsauren-( 1.3.6.7) beim Sulfurieren der Naphthylamin-(2)-bzw. Naphthol-(2)-sulfonsaure-(7) mittels Oleums2) ; fur Naphthalinsulfonsauren sind keine Abweichungen von der Regel bekannt. Die in der Regel von A r m s t r o n g und W y n n e enthaltene Einschrankung entspricht der gewohnlichen Orientierung im Benzol-Kern, sie fugt nur erganzend hinzu, daG die Sulfogruppe im Naphthalin auch nicht in peri-Stellung eintreten kann. Die weiteren Untersuchungen von Ve s el f und J a ke 6 3, gaben die Moglichkeit zu einer allgemeineren Regel iiber den Eintritt des zweiten Substituenten in den Naphthalin-Kern : a) Substituenten, die im Benzol-Kern nach ortho und para orientieren, tun dies im Naphthalin-Kern hauptsachlich nach den chinogenen Stellen. [Aus d. Laborat. d. Dorogomilowschen Chem. Fabr. d. Anil-Trusts, Moskau.] A B (* bezeichnet die Eintrittstelle des zweitcn Suhstituenten). b) Substituenten, die nach mefa orientieren, weisen im Naphthalin-Kern hauptsachlich nach den nicht-chinogenen Stellen. 1) Journ. chem. SOC. London 57, 130 [1890]. 2) Dressel u. K o t h e , B. 27. 1201, 120s [1594]. 3) Bull. Soc. chim. France [4] 38, 954 [1923 .
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Es erscheint sehr auffallend, dass fast alle Derivate des naturlichen, linksdrehenden Tyrosins die Ebene des polarisierten Lichtes nach rechts drehen. Eine auf Vollstandigkeit keinen Anspruch machende Durchsicht der einschlagigen Literatur ergibt in knapper Zusammenstellung ungefahr folgendes Bild :