Die räumliche Betrachtung und Beschreibung von Nebivolol: Stereochemie der Beta-Blocker
✍ Scribed by Carsten D. Siebert
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2004
- Tongue
- German
- Weight
- 154 KB
- Volume
- 33
- Category
- Article
- ISSN
- 0048-3664
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✦ Synopsis
Abstract
Nebivolol ist ein in vieler Hinsicht interessantes Molekül. Sowohl der synergistische pharmakologische Effekt seiner beiden Enantiomere als auch die stereochemische Analyse zeigen sehr schön den Konnex zwischen Chemie und Pharmazie. Die im Lehrbetrieb sehr oft getrennt vermittelten Kenntnisse über die Synthese organisch‐chemischer Verbindungen, Analytik von Wirkstoffen, Stereochemie, Molekularpharmakologie und medizinischem Nutzen in der Pharmakotherapie kristallisieren sich beispielhaft an dem β~1~‐Adrenozeptor‐Antagonisten Nebivolol. Dabei stellt Nebivolol keineswegs einen besonderen Fall dar, analoge stereochemische Betrachtungen lassen sich z.B. auch an dem Muskelrelaxans Mivacuriumchlorid [1] anstellen.
In den letzten Jahren konnte an vielen Arzneistoffen anhand der dreidimensionalen Stuktur gezeigt werden, dass Enantiomeren oder Diastereomeren häufig eine unterschiedliche pharmakodynamische und pharmakokinetische Wirkung zukommt. Dies hat dazu geführt, dass der Anteil neu zugelassener Stereoisomeren‐reiner Pharmaka in den letzten fünf Jahren bei 60 % lag [5]. Dies zeigt deutlich, dass die exakte räumliche Beschreibung eines chemischen Moleküls zum grundlegenden Verständnis von Wirkaktivität gehört. In diesem Sinne ist Nebivolol ein Paradebeispiel für eine stereochemische Übung.
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## Abstract From the atomic models it is evident, that only those 1:2‐chromium and ‐cobalt‐(III)complexes of the azo and azomethine series which form 6–6‐ring complex systems coordinate as «sandwiches» and therefore produce isomers. In this arrangement the coplanarity of the chromophoric system is