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Die Produktion von Phosphor und Phosphorsäure in Piesteritz

✍ Scribed by Dr. phil Fr. Ritter


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1950
Tongue
German
Weight
778 KB
Volume
22
Category
Article
ISSN
0009-286X

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✦ Synopsis


In Piesteritz ist 1927 eine nach dem Zweistufen-Verfahren arbeitende Phosphorsaure-Anlage gebaut wor.den. Das erstellte Phosphor-Ofenhaus und die Phosphorsaure-Anlage werden beschrieben; Stoffund Warmebilanzen der Phosphorfabrik, die 1945 von der russischen Besatzungsmacht vollstandig demontiert wurde, werden mitgeteilt.

Grunde fur die Erzeugung von Phosphorsaure

Mitte der zwanziger Jahre kamen in der Stickstoffindustrie Bestrebungen auf, einen konzentrierten V o 1 1 d ii n g e r auf den Markt zu bringen, der neben Stidcstoff auch Phosphorsaure und Kali in einem geeigneten Mischungsverhaltnis enthalten sollte. Ein solcher konzentrierter Mischdunger hatte, wie man hoffte, mehrere Vorteile. Die Anwendung dieses Volldungers, der alle drei Grundnahrstoffe enthalt, vermeidet schwerwiegende Dungungsfehler auch in den Handen ungeschulter Landwirte. Solche Fehler konnen entstehen beim Mischen von einzeln gekauften Diingern beim Landwirt salbst und dabei zu Nahrstoffverlusten, insbesondere Ammoniak-Verlusten, AnlaD geben. Aber auch eine einseitige Dungung des Bodens etwa nur mit Stidcstoff kann dazu fuhren, daD der erhoffte Erfolg ausbleibt und damit uberhaupt die Anwendung von Mineraidiingern in Verruf kommt. Vor allem hat ein konzentrierter Volldunger den Vorteil sowohl einer Frachtersparnis als auch den einer Arbeitsersparnis beim Landwirt selbst, der mit einer einzigen Streuung in die Lage versetzt wird, alle wichtigen Nahrstoffe auf einmal in den Boden zu bringen. Insbesondere versprach sich die Stickstoff-Industrie von diesen konzentrierten Mischdungern eine Belebung des Stickstoff-Absatzes im Ausland, besonders auch in exotischen Landern, wo die agrikulturchemischen Kenntnisse noch nicht so verbreitet sind. Auf Grund dieser Uberlegungen beschloD die 1.G.-Farbenindustrie AG. die Herstellung eines Mischdungers, der unter dem Namen N i t r o p h o s k a in verschiedenen Mischungsverhalt- nissen jahrelang auf den Markt gekommen ist und sich einer steigenden Beliebtheit gerade auch in Deutschland erfreute. Einen wesentlichen Bestandteil dieses Mischdungers bilden die Ammonphosphate, zu deren Herstellung man groaere Mengen Phosphorsaure benotigtel). ' 69.4 *) nach Abzug des Cottrell-Filterstaubes. ") die Verunreinigung durch Asche liegt auBerhalb der GroBenordnung.


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Fur die Synthese von Phosphorsaure-o-phenylenester-chlorid bzw. -bromid (2a bzw. 2b) wird ein neues Verfahren beschrieben. 2a laRt sich in die zugrundeliegende Slure, den Phosphorslure-o-phenylenester (5) uberfuhren, dessen Struktur u. a. durch Reaktion mit Diazoverbindungen gesichert wird. -Weiterh