Die Leistungsfähigkeit von Winterrapssorten mit 00-Qualität
✍ Scribed by Busch, H.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1985
- Weight
- 444 KB
- Volume
- 87
- Category
- Article
- ISSN
- 0931-5985
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✦ Synopsis
heitbei RapsimJahre 1974arbeitendieRapsziichterandemzweitenQualitatsmerkmal, die Freiheit von Glucosinolaten. Die Bemiihungen fiihrten 1981 zur Eintragung derersten Winterrapssorte mit Doppelqualitat LIBRA-DOR in die deutsche Sortenliste. Bereits 1 Jahr spater -1982folgte die Sorte LIGLANDOR, und 1983 wurden die Sorten LINDORA, LIROPA und ELENA in die Sortenliste aufgenommen. Mit jeder neuen Sorteneintragung vemngert sich der Abstand in der Ertragsleistung zwischen den @Sorten und 00-Sorten. Die Problematik der Leistungspriifung, bedingt durch WildverbiB, fiihrte dazu, daS die Streuung der Ergebnisse zwischen den OO-Sorten wesentlich graEer ist als zwischen den 0-Sorten.
1974 wurde in der Bundesrepublik Deutschland der Anbau von Olraps auf erucaiaurefreie Sorten umgestellt. Damit konnte ein erstes entscheidendes Qualitatsmerkmal verwirklicht werden: Rub01 war zu einem vollwertigen Speiseol geworden. Seither arbeiten die deutschen Rapsziichter intensiv an dem zweiten Zuchtziel: der Eliminierung der toxischen Glucosinolate aus der Rapssaat zur Verbesserung des Rapsextraktionsschrotes. 1968 hatte man gleichzeitig in Deutschland (Gottingen), Kanada und Schweden die polnische Sommerrapssorte ,&onowski" entdeckt, deren Samen nur 10Vo des Gehaltes an Glucosinolaten aller ubrigen bekannten Rapssorten enthalt . Dieses Merkmal begannen die Zuchter sofort in leistungsfahige Sorten einzukreuzen. Erschwert wurde das Zuchtungsprogramm durch drei verschiedene Gegebenheiten: 1. Der niednge Glucosinolatgehalt zeigt einen komplizierten, polyfaktoriellen Erbgang; er wird durch 3 bis 4 Gene anstelle von 2 Genen fur den Erucasauregehalt bestimmt. 2. Die Auslese auf Glucosinolatarmut wird durch die Tatsache erschwert, daO sich das Merkmal nach Kreuzung erst am Erntegut der F,-Generation erkennen l a t ; auf Erucasaure konnte schon anhand der ' von den Bastarden (F,) geemteten Samen ausgelesen werden. 3. Das glucosinolatarme Ausgangsmaterial besaB durchweg mangelnde Vitalitat, Winterharte, Krankheitsresistenz und eine geringe KomzahVSchote; das hangt moglicherweise mit der Tatsache zusammen, daB Glucosinolate in allen Teilen der Pflanze und nicht, wie die Erucasaure, nur i m Samenkorn gebildet werden.
Trotz dieser Schwierigkeiten gelang es bereits in 4Jahren, die Glucosinolatarmut im Samenschrot mit der Erucasaurefreiheit i m Samenol in einer ersten sog. 00-Sorte, der Sommerrapssorte ,,Erglu", und ausreichender Leistungsfahigkeit im Feldanbau zu vereinen. Diese wurde nach dem erfolgrei-&en AbschluB der amtlichen Wertpriifungen am 18.12.1983 vom Bundessortenamt in die Sortenliste eingetragen. Wahrend diese Sorte in den folgendenJahren eine nicht unbedeutende Anbauflache u. a. in Dbemark erreichen konnte, blieb sie in der Bundesrepublik Deutschland als Sommerraps praktisch ohne Anbaubedeutung. Hier muBte die Glucosinolatarmut erst in Winterraps ubertragen werden, um wirt- schaftlich nutzbar zu werden.
Fur die Entwicklung von 00-Winterrapssorten verwendeten die Zuchter das Ruckkreuzungsverfahren. In der Deut-* Vortrag anl5Blich der 40. DGF-Vortragstagung in Regensburg
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