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Die Konstitution des Succinylo-bernsteinsäureesters und seiner halogenderivate

✍ Scribed by Hantzsch, A.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1915
Weight
625 KB
Volume
48
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Dieaes Salz scheidet sich aus der siedenden wIil3rigen Losung in Krptallen aus, welche wie poliertes Silber gliinzen uod ebenso wie die Losung etwas lichtempfindlich sind. Es ist wasserfrei und, wie die meisten Silbersalze bei hoherer Temperatur echmelzbar. In der Gltihhitze verglimmt es zu einem schneeweiDen Schwamm von Silbermet all. 0.3671 g Salz lieferten 0.1254 g Silber = 34.16O/o. CloH~SO, Ag. Ber. Ag 34.28Oh. 89. A. Hantzeoh: Die Konetitution dee Suminylo-bematein-88ureeeters and seiner Halogendewhate. (Eingegangen am 31. Mgrz 1915.) Der liingst bekannte, analog dem Acetessigester aus Bernsteinsiiureester entstehende Succinybbernbteinsiiureester, welcher von F. H e r r m a n n ') als o-Dicarboneiiureester des p-Diketohexamethylens (Formel 1) angesehen, aber .spiiter von meinem damaligen Mitarbeiter H. E b e r t ' ) als der ieomere p-Dicarbonsiureeeter (Formel 2) erwieeen worden ist wurde damals, als die Ketoformel des Acetessigesters 2. fast allgemein angenommen wurde, von F. H e r r m a n n und mir, sowie auch von einigen andern Autoren*) auf Grund gewisser Reak-C& .CO. CH.COOR COOR.CH.CO.CH2 CHs. CO . CH. COOR CHa. CO,CH.COOR 1. * l ) A. 211, 327. 4) A. 229, 45. Gegeniiber der verbreiteten, auch noch kiirslich von Hans Liebermann (A. 404,272) geteilten Ansicht, daB der Succinylo-bernsteinester erst durch seine von A. v. Baeyer (B. 19, 428 [1886) aue-ge€iihrte Umwandlung in Terephthdsaure sls ein para-Derivat erwiesen mi, m6ge e r w h t werden, d d dieser Beweis schon friiher durch die eben zitierta von H. E b e r t und mir ausgefiihrte glatte Spaltung seines Dinitrosoderivats in 2 Mol. OximidoHtherberneteinsiinre COOR. C(N0H). CHa .COOH viillig eindeutig erbracht worden istwomit auch die symmetrische Konsdtution der para-Derivate nach einer von allen anderen prinzipiell versehiedenen Methode (ngmlich dnrch Rmgspaltung) besatigt warde. arigens hat auch J. U. Nef (A. 258, 272) die Ermittlnng der Konstitution dimes Dlnitroso- esters zufolge einee unrichtigen Zit& nicht H. Ebert, sondern A. v. Baeyer zngeschrieben. 0) 8. Goldschmidt und MeiDler, B. 83, 269 [1890]; Drude, B. 80, 940 [1897].

tionen ebenfalls )itr ein Keton im Sinne der obigen Formel gehalten, aber spiiter von A. v. B a e y e r l ) und namentlich von J. U. Nef2) ah ein isomerer Dihydro-dioxp-phthalsiiureester angesehen. Doch hat K. EI, Meyers) noch neuerdings an der Auffassung des Esters als Diketon festgehalten, da er sein Verhalten gegen Brom auf seine grofie Umlagerungsgeschwindigkeit zur Enolform zuriickfiihrt. Durch Kombination der eben erwiihnten chemischen Methode mit der optischen Absorptionsmethode ist die Konstitution des Succinylobernsteinsgureesters endgiiltig ermittelt und mit Hilfe der optischen Methode zugleich ein wesentlicher Unterscbied dieses Esters von dem ihm genetisch niichst verwandten Acetessigester festgestellt worden : der Succinylo-bernsteinester ist : d -1.4-D i h y d r 0 -d i o xyt e r ep h t ha1 s iiur ee s t e r, C0OR.C.CHn.C. OH ~0 . c . CH*.C.COOR und zwar ein s s t a r r e s a Dienol, das also in scharfem Gegensatn zum Acetessigester in keinem Liisungsmittel und liberhaupt unter keinbn Bedingungen eine Ketoform bezw. Keto-Enol-Gleichgewichte in naohweisbaren Mengen bildet. Die obige Dienol-Formel ergibt sich chemisch dadurch, daf3 der Succinyloester bei Anwesenheit von Alkohol auch im festen Zustande glatt 4 Atome Brom zu einem leicht loslichen T e t r a b r o m i d addiert4). In den meisten anderen Medien versagt allerdings die Brom-Methode, weil alle nicht alkoholischen Liisungen nur langsam, unvollsfiindig oder gar nicht mit Brom reagieren. Doch migt alsdann die optische Methode, daf3 der Ester in allen, auch id den gegen Brom indifferenten Medien n u r a h Dienol geltist ist; denn seine Absorption bleibt stets mit der der alkoholischen Liisung fast identisch und ist durchaus verschieden von der der im C-Dimethyl-succinylobernsteineeter stabilisierten Ketoformwie die erst spiiter zu behandelnde Tsfel I zeigt. I) A. 245, 189. a) B. 44, 2721 [1911]. 3 Wegen dieser Bromsddition kann dem Ester aleo nicht die von J. U. Nef (A. 268, 272) bevorzngte Formel eines A-2.5-Dihydroderivates mit zwei Gruppen >CH. COOR zukommeo. Die Bildnng seines Dinitrosoderivstas, in dem unzweifelhaft rwei Gruppen >C(NO) . COOR vorhsnden eind, beweist also nicht die prfitormierte Existenz zweier Gruppen >CH.COOR im Sncoinyloester; vielleicht wird sich NjOa h l i c h dem Brom primiir an die Enolgruppen C(OH):C.COOR anlagern und so voriibergehend zwei Grnppen .C(ON)(O.NO).C(NO).COOR dneugeo, aus denen dsnn die Gruppen .O. C(N0) .(COOR) Bervorgehen wiirden, die nstiirlich nach jetziger Antfiresung noch znm Bisnitroso-Komplex zusammentreten.


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