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Die Kinetik der Dehydrogenisations-Katalyse

✍ Scribed by Zelinsky, N. ;Pawlow, N.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1923
Weight
488 KB
Volume
56
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Die klassischen Arbeiten von S a b a t i e r und S e n d e r e n s iiber d& ~y d r o ~e n ~s i e r u n ~ der ungesa ttigten und insbesondere der aromatischen Ver- bindungen sind allgemein bekannt und haben zu Ergebnissen gefiihrt, die sowohi in theoretischer wie praktischer Hinsicht von hoher Bedeutung sind. Seit dieser Untersuchung ist das N i c k e 1 ein Miebter und hgufig benutzter Katdysator geworden, der sowohl .In der Technik wie in der Laboratoriumspraxis allgemein verwandt wird. Die nusgezeichneten hydrogenisierenden Eigenschaften des Nickels haben mit geringen Ausnahmen bei den mannigfaltigsten Verbindungen zu positiven Ergebnissen gefuhrt. S a b a t i e r und S e n d e r e n s haben noch gezeigt, daS das Nickel auch imstande ist, ein hydrogenisiertes System durch Ver2nderung (Erhohung) der Temperatur zu dehydrogenisieren, d. h. den angelagerten Wasserstoff wieder abzuspalten. Aber weitere Untersuchungen haben ergeben, da13 z u Z w e c k e n d e r D e h y d r o g e n i s i e r u n g d a s N i c k e l n u r w e n i g g ee i g n e t i s t , da dasselbe h i ca. 2000 fast unwirksam ist, bei erhohter Temperatur aber die Reaktion durch Spaltung der IVIolekule kompliziert wid. So zerfallt beispielsweise Cyclohexan in betriichtlichem MaBe 5n Methan unter Abscheidung von Kohle. Diese aggressiven Eigenschaften des Nickels erschweren seine Anwendung fiir die Dehydrogenisierung organkcher V abindungen und schlieben mine Benutzung vollsthdig Bus, wenn das Studium des Gleichgewichtes der Wasserstoff-Anlagerung bzw. -Abspaltung angestrebl wird. Van dem eineiil) von uns ist vor mehreren Jahren gezeigt worden, dab bei Gegenwart von Platin-bzw. Palladiumschwarz die Dehydrogenisierung der hexahydro-aromatischen Kohlenwasscrstoffe quantitativ und ohne ~e ~e n r e a k ~o n verlauft. Die Dehydrogenisations-ta~a~y~e der Cyctohexan-~oh~enwasser~toffe ist von ~u a n t i ~t i v e r Seite noch wenig un~ersucht, ob- wohl ein Studium der Kinetik dieses ~o r g ~~e s sowoht in theoretischer wie in ~r a k t i s e ~e r Ninsicht ein gro0es Interesse b e ~s p r u c h t . Der ProzeB ist zweifellos umkehrbar, wenn die reagierenden Stoffe nicht von d m Katalysator zerstort werden, wie das bei den Arbeiten von P s d o a und F a b r i s z ) der Fall war, nach denen durch Nickel die Rcnktion in einigen FSIen nur in einer Richtung ausgefiihrt wird. Von entscheidendem EinfluB auf die Richtung der Reaktion ist die *) B. 44, 3121 [1911], 46, 3678 [1912] 2) R. A. L. [5] 17, 111, 125, [1908]. Berlchte d. D. Ohem. G a s e l l s c ~. Jahrg. LVI. 92 1) A. 288, 218 [1895]. 2) vrrgl. M c y c r -J a c o b s o n , Lclirb. I, 1, 751. 3) z. B. zeigten 2.8g Hcxarnethylenlelramiu, in 50 ccm Wasser geliist, mit 0.6 g Platinmohr und Wasserstoff 6 Stdn. geschfittelt, keinerlei Gasaufnahme.


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bestimmen. Auch die StickstoffbestinimunR nach D u m as lieferte den erwarteten Zahlenwert. 0.1695 g Sbst.: 18.8 ccm N (16O, 783 mm). Ber. N 12.8. Gef. N 12.8. P r a g , Chem. Laboratorium der Dentschen Universitiit. 480. N. Zelinsky und N. Uklonskaja: ober die Dehydrogenisations-Katalyse der Hexa