Die generalisierte Zermürbung der Zwischenwirbelscheiben
✍ Scribed by Dietmar Färber
- Publisher
- Springer
- Year
- 1963
- Tongue
- English
- Weight
- 628 KB
- Volume
- 55
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Die generalisierte Zermiirbung der Zwischenwirbelscheiben* Von DIETMAR F~RBEI~ ~it 8 Textabbildungen (13 Einzelbilder) (Eingegangen am 19. Juni 1963) Die Degeneration der Zwischenwirbelscheiben und die daraus resultierenden reaktiven Vorg~nge in der Umgebung stellen ein immer mehr in den Vordergrund tretendes medizinisches und nicht zuletzt auch soziales Problem dar. Meist treten solche Vorggnge als Aufbrauchserscheinungen lokalisiert auf, und zwar vorwiegend im Bereich der unteren Halswirbelsgule als Stelle der st~rksten Beweglichkeit der Wirbels~ule oder im Bereich der unteren Lendenwirbels~ule als dem statisch am meisten beanspruchten Gebiete der Wirbels~ule. In der Regel handelt as sich um altersbedingte Abnfitzungserscheinungen. Daffir sprieht die Tatsache, dal~ die Hi~ufigkeit solcher Wirbels~ulenveri~nderungen dem Alter entsprechend progressiv zunimmt. So ergibt eine Statistik von JV~CHA~NS, dab von fiber 4000 F~llen am Ende der 5. Lebensdekade bei 60% der Frauen und bei 80% der M~nner degenerative Erscheinungen an der Wirbels~ule nachweisbar sind. Bei veranderter Statik der Wirbelsi~ule treten Aufbrauchszeichen und -erkrankungen bereits in frfiheren Lebensjahren auf, etwa bei angeborenen oder erworbenen Formfehlern einzelner Wirbel oder Wirbelsgulenabschnitte.
Derartige Veri~nderungen begrenzen sich jedoch meist auf einen Wirbelsi~ulenabschnitt ; generalisierte Osteochondrosen stellen ei n seltenes Krankheitsbild dar. Dann l~l~t schon die Ausdehnung des Prozesses und das Fehlen oder relativ spi~te Auftreten yon reaktiven (spondylotischen) Ver/inderungen den SehluB auf eine vSllig andere Genese zu. Zudem lasse~ sieh in solchen F&llen in der 1~egel Verkalkungen und VerknScherungen yon Bandscheibengewebe nachweisen. Solche Verkalkungen sind keineswegs h~ufig, so dal~ BA~SO~¥ u. KOPPENSTnI~ sowie LYON noch 1930 in ihren Arbeiten neben 8 bzw. 5 eigenen Beobachtungen nut noch 9 Beschreibnngen aus der Literatur zusammenstellen konnten. Erste Berichte fiber solche Befunde finden sich aus dem Jahre 1921 (C~_Lv~ u. GALLAND).
Endogene Ursachen
Hier gewinnt die Tatsache Bedeutung, dal~ sich auch in der Bandscheibenpathologie familii~r frfih einsetzende Degenerationsprozesse finden (B~ocH~). Bei derartiger Genese handelt es sieh um eine anlagebedingte Minderwertigkeit des Bandscheibengewebes auf endogener Grundl~ge. mierzu gehSren die Folgezustiinde ]uveniler Wachstumsst6rungen, die zu ausgedehnten Bandscheibenzermfirbungen ffihren kSnnen, ohne dab dabei --wie es freflich in der Regel der Fall ist --kliniseh
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brauchbar sein, die als Wasserstoff-Acceptoren wirken und dadurch die Bildung von aktivem Sauerstoff verhindern. Hierzu sind ganz allgemein eine Reihe von aroinatischen Kitroverbindungen empfohlen worden, z. B (1-und /i-Dinitrophenole. Diese Substanzen sind wahrscheinlich physiologisch nicht ganz un