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Die Dortmunder Datenbank – Basis für die Weiterentwicklung der UNIFAC-Methode

✍ Scribed by Priv.-Doz. Dr. Jürgen Gmehling; Dipl.-Chem. Ulrich Weidlich


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1985
Tongue
German
Weight
306 KB
Volume
57
Category
Article
ISSN
0009-286X

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✦ Synopsis


Zur Auslegung von Trennanlagen benotigt man die Kenntnis des Phasengleichgewichts des zu trennenden Mehrkomponenten-Systems. Wahrend man noch vor 20 Jahren in solchen Fallen auf kosten-und zeitaufwendige Messungen angewiesen war, konnen heute bereits Gruppenbeitragsmethoden, wie UNIFAC [l] oder ASOG [2], rnit gutem Erfolg zur Losung dieser Aufgabenstellung herangezogen werden. Fur die Anpassung der in den Vorausberechnungsmethoden vorhandenen Parameter ist eine breite Datenbasis erforderlich. Aus diesem Grund wurde 1973 in Dortmund rnit dem Aufbau einer Datenbank begonnen. Damit wurde erstmals der Versuch unternommen, die Vielzahl publizierter Phasengleichgewichtsdaten elektronisch zu speichern und damit das Handwerkszeug fur die Modellentwicklung zu schaffen. Den Schwerpunkt bildete zunachst die Sammlung experimenteller Dampf/Fliissigkeit-Gleichgewichtsdaten (VLE). Gleichzeitig wurden die fur die Berechnung von Phasengleichgewichtsdaten benotigten Reinstoffdaten fur ca. 1400 Komponenten gespeichert. Die VLE-Daten der Dortmunder Datenbank (DDB) bildeten die Basis zur Weiterentwicklung der Gruppenbeitragsmethode UNIFAC [l]. Speziell im Hinblick auf die Erweiterung der Anwendungsmoglichkeiten dieser Methode wurde zusatzlich rnit dem Aufbau einer Flussig/ Fliissig(LLE)-Datenbank, einer Datenbank fur Mischungsenthalpien (h") und einer Datenbank fur Aktivitatskoeffizienten bei unendlicher Verdiinnung (7 ' ) begonnen. Der VLE-Teil enthalt mehr als 11 000 isotherme oder isobare MeDreihen. Daneben sind mehr als 3000 LLE-und 4500 he-Datensatze gespeichert. Weiterhin sind zur Zeit mehr als 10 000 Aktivitatskoeffizienten bei unendlicher Verdiinnung in der DDB enthalten. Das bedeutet, daD die Dortmunder Datenbank die groBte Sarnmlung elektronisch erfaOter Phasengleichgewichtsdaten darstellt . Abb. 1 zeigt, wie sich die VLE-Datensatze auf binare, ternare und quarternare Systeme verteilen. Das Diagramm zeigt gleichzeitig, welche Bedeutung gE-Modelle bzw . Zustandsgleichungen fur die Chemische Technik besitzen, die in der Lage sind, das reale Verhalten von Mehrkomponenten-Systemen allein aus der Information der binaren Systeme zu beschreiben.


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