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Die chemischen Vorgänge bei der Darstellung der Strohcellulose

✍ Scribed by Prof. Dr. R. S. Hilpert; Dr.-Ing. A. Wolter


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1936
Tongue
English
Weight
719 KB
Volume
49
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


ilus den1 Institut fur Chemische 'Cechnologie cler 'Technischen Hochschule Brautischweig.

Die TJntersuchungen, iiber die wir liier bericliten, \wrden niit der Absicht begonnen, das Verlialten der einzelnen Koniponenten des Strohes bei den Zellstoffkochungen z u verfolgen. Wir verhanden damit die Hoffnung, (la13 durch die Untersuchungen die Moglichkeit eriiffnet werden sollte, aus Stroh einen Zellstoff berzustellen, der den Holzzellstoff wenigstens in gewisseni MaBe ersetzen konnte. Die geringe Reiafestigkeit der Strohzellstoffe hatte dies bisher verhindert. Die Untersuchungen erfolgten zu einer Zeit, als wir noch glaubten, daB das durch Behandlung niit Sauren in iiblicher Weise entstehende Lignin wirklich einen Bestandteil des Strohes hilde. Auf seine Bestinimung wurde daher immer grol3er Wert gelegt, obwohl wir danials sclion die Moglichkeit in Betracht gezogen haben, daB an der Ligninbildung auch Kohlenhydrate beteiligt sind. Nachdeni jetzt festgestellt ist, daB die bisher als Lignin betrachteten Reaktionsprodukte, die Stroh mit konzentrierten Sauren ergibt, bis auf wenige Prozente aus empfindlichen Kohlenhydraten entstehenl) , kann man sie als charakteristisch fur diese Bestandteile betrachten. In diesem Sinne liaben wir die Ligninzahl fur die Verfolgung der Abbauvorgainge benutzt. Auch die bei der Bestimmung der Pentosane erhaltenen Zahlen sind unsicher, so da13 wir uns nicht auf ihre absolute Hohe, sondern nur auf ihren Gang im Verlauf der Versuchsreihe beziehen. Zur Bestimmung der insgesamt bei der alkalischen Kochung auftretenden , ' 3" auren diente die von uns bereits bescliriebene Methode2), nach welcher die Kochung nicht mit Atznatron, sondern niit Natriunicarbonat durchgefiihrt wird, wobei die ubergetriebene Kohlensaure ein MaB fiir die gebildete Saurenienge giht, Die Versuche wurden groWtenteils niit Koggenstroh ausgefiihrt, doch wurden in einigen Fallen auch Weizen, Hafer und ein Geniisch von Weizen-und Roggenstroh untersucht, das wir von eineni Strohstoffwerk erlialten liatten. Ilie Zusaniniensetzt~~i~ tler Materialien ist in 'l'ahelle 1 angegeben.


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