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Die Bildung von Diacetylen aus Polychlor-Verbindungen der Butanreihe

✍ Scribed by Roedig, Alfred ;Kling, Alfred


Book ID
102362475
Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1953
Weight
315 KB
Volume
580
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Im Rahmen unserer Untersuchungen uber die aufbauende Enthalogenierung von Polychlor-Verbindungenl) waren wir verschiedentlich vor die Frage nach der ketten-oder ringformigen Struktur der Reaktionsprodukte gestellt worden2).

Nachdem bei Poly-und Perchlor-polyenen der ungesattigte Charakter praktisch nur noch formal besteht und die zwischen perchlorierten C-Atomen befindliche Doppelbindung nicht mehr in der ublichen Weise (durch Halogene, katalytisch aktivierten Wasserstoff, Ozon u. dgl.) ansprechbar ist, haben wir versucht, die Kohlenstoffgeriiste von Polychlor-Verbindungen durch eine Reduktion, bei der uns sekundare Ringschlieljungen und Ringoffnungen am ehesten vermeidbar erschienen, zu erfassen. Hierzu erwies sich Zinkstaub in alkoholischer Losung am geeignet~ten~).

Zur Erprobung der Methode haben wir auf die bekannten, leicht zuganglichen poly-und perchlorierten Butanderivate zuriickgegriffen, bei denen kein Zweifel an der Kettenstruktur moglich ist. Von 0. F r u h w i r t h 4, ist kurz mitgeteilt worden, da8 er Perchlorbutadien mit nascierendem Wasserstoff oder Zink in alkoholischer Losung zum Butadien reduzieren konnte. Wir fanden demgegenuber, dalj man die Reduktion unter bestimmten Bedingungen leicht auf der Stufe des Diacetylens aufhalten kann. Erhitzt man Perchlor-butadien mit Zinkstaub in Alkohol zum Sieden und treibt die gasformigen Reaktionsprodukte mittels eines Stickstoffstromes in eine Vorlage mit I l o s v a yscher Losung, so beginnt nach kurzer Zeit die Abscheidung des roten Kupfersalzes. Butadien, welches die Ilosvaysche Losung ungehindert passieren miiljte und als 1,2,3,4- Tetrabrom-butan sehr leicht gefaljt werden kann, war nicht nachweisbar.

Das aus Perchlor-butadien (I) dargestellte Diacetylen (11) haben wir durch die Analyse des Kupfersalzes und durch Uberfuhrung in das seit langem bekannte Hexabrom-buten (111)5) identifiziert. Auljerdem konnten wir das aus Perchlor-butadien entwickelte Gas 1) A. R o e d i g , Liebigs Ann. Cham. 569, 161 (1950).

  1. Siehe auch die nachfolgende Abhandlung.

  2. Dip1.-Arbeit A. K l i n g , Wurzburg (1952). 4 ) Ber. dtsch. chem. Ges. 74, 1700 (1941). 5 ) F. S t r a u s u. L. K o l l e k , Ber. dtsch. chem. Ges. 59, 1664 (1926).


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